Worthington Steel hat die Schwelle überschritten — jetzt läuft die Uhr für die verbliebenen Klöckner-Aktionäre. Seit heute gilt die zusätzliche Annahmefrist. Bis zum 14. April 2026 können Anteilseigner ihre Aktien noch zum offiziellen Barangebot von 11,00 Euro andienen.
Mehrheit gesichert, Kurs darüber
Nach Ablauf der ersten Frist am 26. März hält Worthington Steel rund 58,8 % der Klöckner-Anteile. Den entscheidenden Beitrag leistete Großaktionär Friedhelm Loh, der seine komplette Beteiligung von etwa 41,5 % einbrachte. Insgesamt wurden dem US-Konzern rund 58,65 Millionen Aktien angedient — damit überschritt er die selbst gesetzte Mindestannahmeschwelle von 57,5 %. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 2,1 Milliarden Euro.
An der Börse spiegelt sich das Kalkül vieler verbliebener Aktionäre wider: Die Aktie notierte zuletzt bei 12,10 Euro — deutlich über dem Angebotspreis. Das Angebot enthielt bei seiner Ankündigung im Dezember 2025 eine Prämie von 98 % auf den damaligen Drei-Monats-Durchschnittskurs, doch seitdem hat die Aktie erheblich zugelegt.
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Was Aktionäre abwägen müssen
Der Kursaufschlag gegenüber dem Angebot deutet darauf hin, dass der Markt auf Nachbesserungen oder günstigere Konditionen im Rahmen eines späteren Beherrschungsvertrags spekuliert. Genau das plant Worthington Steel: Nach Abschluss der Transaktion soll ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Klöckner & Co geschlossen werden. Auch ein mögliches Delisting und ein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre werden bereits geprüft.
Ein höherer Börsenkurs bedeutet also nicht zwangsläufig, dass das Halten der Aktie die bessere Wahl ist. Sinkt die Streubesitzquote weiter, dürfte die Handelsliquidität spürbar abnehmen. Der endgültige Abschluss der Übernahme steht zudem noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
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