KNDS steht vor einem entscheidenden Jahr. Der deutsch-französische Rüstungskonzern meldete für 2025 einen Umsatzsprung von knapp 16 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erreichte mit 13,5 Milliarden Euro Rekordniveau — der Auftragsbestand schwoll auf 33,1 Milliarden Euro an.

Die Zahlen kommen zur rechten Zeit. Für Sommer 2026 plant KNDS den Börsengang in Frankfurt und Paris. Die Vorbereitungen laufen nach Plan, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Europas Aufrüstung treibt das Geschäft

Die operative Marge kletterte auf 15,0 Prozent, nach 13,2 Prozent im Vorjahr. Das EBIT erreichte 661 Millionen Euro, gegenüber 500 Millionen Euro 2024. KNDS führt den Schub auf die veränderte Sicherheitslage und steigende Verteidigungsbudgets in Europa und der NATO zurück. Die Nachfrage nach schweren Waffensystemen zieht an, Regierungen füllen Arsenale wieder auf.

Alle Sparten wuchsen. Land Systems Germany steigerte den Umsatz um 17,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Land Systems France legte um 9,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Besonders stark entwickelte sich das Munitionsgeschäft mit einem Plus von 24,7 Prozent auf 612 Millionen Euro. Die integrierte Strategie — Waffensysteme und Munition aus einer Hand — zahlt sich aus. Kunden bevorzugen Komplettlösungen.

Kapazitätsausbau für Produktionshochlauf

KNDS beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter. Für 2026 sind weitere Neueinstellungen und Investitionen in Fertigung, Montage und Forschung geplant. Der Konzern will die Produktion hochfahren, um den prall gefüllten Auftragsbestand abzuarbeiten.

Der geplante Doppel-Börsengang soll den Zugang zu den Kapitalmärkten erweitern und Spielraum für Investitionen in Industriekapazität, Technologie und Innovation schaffen. Mit einem Auftragspolster, das dem Siebenfachen des Jahresumsatzes entspricht, geht KNDS aus einer Position der Stärke an die Börse.