KNDS Aktie: 23,5 Milliarden Euro Auftragsrekord vor IPO

KNDS hält am Börsengang in Frankfurt und Paris fest. Offen ist noch die Höhe der staatlichen Beteiligung aus Deutschland.

KNDS Aktie
Kurz & knapp:
  • IPO in Frankfurt und Paris geplant
  • Bewertung auf 15 bis 20 Milliarden Euro geschätzt
  • Rekord-Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro
  • Deutsche Regierung uneins über Beteiligungshöhe

Der geplante Börsengang von KNDS liegt im Zeitplan — trotz gegenteiliger Gerüchte. CEO Jean-Paul Alary bestätigte am Freitag offiziell: Das franco-deutsche Rüstungsunternehmen hält an seinem ursprünglichen IPO-Fahrplan fest. Gespräche mit allen relevanten Beteiligten liefen konstruktiv.

Die Aktie soll gleichzeitig in Frankfurt und Paris gelistet werden. Finanzkreise schätzen den Marktwert des in Amsterdam ansässigen Landverteidigungsspezialisten auf 15 bis 20 Milliarden Euro. Mit dem Erlös will KNDS seine Industriekapazitäten ausbauen und die Entwicklung neuer Kampfsysteme beschleunigen — bemannte wie unbemannte.

Starke Ausgangslage, offener Streit

Die Ausgangslage ist solide. Ende April meldete KNDS einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro — ein Rekordwert. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz.

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Ungeklärt ist hingegen die künftige Aktionärsstruktur. In der deutschen Bundesregierung streiten Verteidigungsministerium und Wirtschaftsministerium über die Höhe einer staatlichen Beteiligung. Das Verteidigungsministerium will 40 Prozent als Anker-Stake. Das Wirtschaftsministerium und das Kanzleramt bevorzugen rund 30 Prozent. Eine Einigung gilt als Voraussetzung für den formalen Start der Zeichnungsperiode — die für Anfang Juli geplant ist.

KNDS-Management signalisiert Offenheit für eine Bundesbeteiligung. Allerdings müssen auch französische Interessen gewahrt bleiben. Die staatliche GIAT Industries hält derzeit die Hälfte des Unternehmens. Die andere Hälfte gehört der deutschen Unternehmerfamilie Wegmann.

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Tschechischer Mitbewerber mischt sich ein

Kurz vor dem Wochenende kam ein weiterer Faktor hinzu. Die tschechische Czechoslovak Group (CSG) soll die deutschen KNDS-Eigentümer mit einem Angebot kontaktiert haben — für bis zu 50 Prozent der Anteile, überwiegend in bar. CSG hat selbst kürzlich den Gang an die Amsterdamer Börse vollzogen und will seine Position im europäischen Panzer- und Artilleriemarkt festigen.

Marktbeobachter werten den Vorstoß als möglichen Versuch, den Börsengang zu konterkarieren oder zumindest eine Bewertungsuntergrenze zu setzen. KNDS-Führung priorisiert bislang klar den IPO-Weg.

Prüfung der 2025-Zahlen entscheidend

In der laufenden Woche rückt die Finalisierung des Jahresabschlusses 2025 in den Mittelpunkt. KNDS hatte angekündigt, die Wirtschaftsprüfung bis Ende Mai abzuschließen. Die testierten Zahlen bilden die Grundlage für den IPO-Prospekt und die finale Preisspanne. Parallel wartet der Markt auf eine klare Positionierung der Bundesregierung zur Staatsbeteiligung — ohne sie startet die Zeichnungsperiode nicht.

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