KNDS geht mit Rückenwind in die geplante Börsenreife. Der deutsch-französische Rüstungskonzern wächst kräftig, füllt die Auftragsbücher und arbeitet weiter an einem Doppel-Listing in Frankfurt und Paris. Das Timing ist günstig: Europas Verteidigungshaushalte steigen, und Landrüstung bleibt gefragt.
Umsatz zieht in allen Bereichen an
Der Umsatz stieg 2025 um 15,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das Wachstum kam nicht aus einer einzelnen Sparte, sondern aus dem gesamten Geschäft. Genau das macht die Zahlen für den geplanten Kapitalmarktauftritt wichtig.
Land Systems Germany erzielte 2,5 Milliarden Euro Umsatz. Das entspricht einem Plus von 17,4 Prozent. Land Systems France kam auf 1,3 Milliarden Euro und wuchs um 9,6 Prozent.
Auch das Munitionsgeschäft legte deutlich zu. Der Bereich steigerte den Umsatz um 24,7 Prozent auf 612 Millionen Euro. Damit profitiert KNDS direkt von Europas Bemühungen, Bestände wieder aufzufüllen.
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Rekordaufträge schaffen Sichtbarkeit
Besonders stark fällt der Auftragseingang aus. KNDS sammelte 2025 Bestellungen über 13,5 Milliarden Euro ein. Der Auftragsbestand kletterte bis Jahresende auf 33,1 Milliarden Euro, nach 23,5 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Folge: Das Geschäft wird planbarer. Neue Verträge aus mehreren europäischen Ländern zeigen auch, dass KNDS über die Kernmärkte Deutschland und Frankreich hinaus stärker nachgefragt wird. Für einen möglichen Börsengang ist diese Sichtbarkeit ein zentraler Punkt.
Die Profitabilität zog ebenfalls an. Das EBIT erreichte 661 Millionen Euro, die Marge lag bei 15,0 Prozent. Im Vorjahr hatte KNDS 500 Millionen Euro operativen Gewinn erzielt.
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Das Management verweist auf bessere Abläufe und margenstarke Exportaufträge. Solche Effekte sind wichtig, weil Investoren bei Rüstungswerten nicht nur auf volle Bücher achten. Entscheidend ist auch, wie viel Gewinn aus den Aufträgen hängen bleibt.
Doppel-Listing bleibt auf Kurs
KNDS bereitet weiter ein geplantes Doppel-Listing in Frankfurt und Paris vor. Der Börsengang soll später im Jahr 2026 erfolgen. Intern laufen die Arbeiten laut Management zufriedenstellend und im Rahmen des ursprünglichen Zeitplans.
Der Konzern kommt mit bekannten Systemen wie dem Leopard-2-Kampfpanzer und der Caesar-Haubitze in mehr als 40 Streitkräften zum Einsatz. Die starke Nachfrage aus Europa liefert dafür den politischen und industriellen Rückenwind. Mit Rekordaufträgen, steigender Marge und wachsendem Umsatz hat KNDS nun die Zahlen, die ein IPO überzeugender machen.
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