Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS legt starke Zahlen für 2025 vor – pünktlich zur Vorbereitung des geplanten Börsengangs in Frankfurt und Paris. Der Umsatz stieg um 15,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, der Auftragsbestand erreichte mit 33,1 Milliarden Euro einen historischen Höchststand.
Ein Auftragspolster, das sich sehen lassen kann: 13,5 Milliarden Euro an Neuaufträgen kamen 2025 herein, nach 23,5 Milliarden Euro Ende 2024. Dahinter steht eine strukturelle Verschiebung der geopolitischen Lage. Europäische und NATO-Staaten erhöhen ihre Verteidigungsbudgets massiv, beschleunigen Beschaffungsprozesse und modernisieren ihre Panzerflotten. KNDS beliefert über 40 Streitkräfte weltweit – der Leopard 2 und die Caesar-Haubitze sind in der Ukraine im Einsatz.
Gewinnsprung und wachsende Belegschaft
Auch operativ legte KNDS zu. Das EBIT stieg um 32 Prozent auf 661 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich von 13,2 auf 15,0 Prozent. Höhermargige Exportverträge und operative Effizienz trugen dazu bei.
Die Belegschaft wuchs um 7,3 Prozent auf rund 11.000 Mitarbeiter, weitere Einstellungen sind für 2026 geplant. KNDS investiert in Fertigung, Montagekapazitäten und Forschung – nötig, um die Produktion hochzufahren und Nachfolgegenerationen zu entwickeln.
IPO-Vorbereitungen auf Kurs
Der Doppel-Börsengang in Frankfurt und Paris bleibt auf dem Plan, vorbehaltlich der Marktbedingungen. KNDS will sich so breiteren Zugang zu den Kapitalmärkten verschaffen, um Investitionen in Technologie und Innovation zu finanzieren. Die Gespräche mit Stakeholdern verliefen dem Vernehmen nach konstruktiv, der interne Vorbereitungsstand liege im Zeitplan.
Parallel dazu hatte KNDS seine Kapitalstruktur gestrafft. Rund 5,8 Millionen Aktien des Getriebeherstellers Renk Group wurden für etwa 262 Millionen Euro verkauft, der Anteil sank auf rund zehn Prozent. Die Transaktion sollte bis zum 22. Mai 2026 abgewickelt sein – ein Schritt zur Stärkung der Bilanz vor dem eigenen Börsengang.
Ob der IPO noch 2026 kommt, hängt von den Marktbedingungen ab. Die Fundamentaldaten sprechen für sich: volle Auftragsbücher, steigende Margen, ein geopolitischer Rückenwind, der anhält.
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