Berlin zieht mit Paris gleich. Die Bundesregierung erwirbt einen Anteil von 40 Prozent an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS. Damit entsteht eine ausbalancierte Eigentümerstruktur zwischen den beiden Nationen. Der Weg für einen der größten europäischen Börsengänge des Jahres ist nun politisch geebnet.
Milliarden-Börsengang im Visier
Der Hersteller von Leopard-Panzern und Caesar-Haubitzen strebt noch im Jahr 2026 an die Börse. Geplant ist ein Dual Listing an den Handelsplätzen in Frankfurt und Paris. Marktexperten taxieren den Wert des Landsystem-Spezialisten auf rund 20 Milliarden Euro.
Zuletzt kursierten Gerüchte über eine mögliche Verzögerung. CEO Jean-Paul Alary trat diesen Spekulationen Mitte Mai entschieden entgegen. Die Vorbereitungen laufen strikt nach dem ursprünglichen Zeitplan. Die Gespräche mit allen relevanten Akteuren schreiten konstruktiv voran.
Volle Auftragsbücher
Das operative Geschäft liefert starken Rückenwind für die Kapitalmarkt-Pläne. KNDS verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 einen Rekord bei den Auftragseingängen. Diese kletterten um 15 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro.
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Der gesamte Auftragsbestand schwillt damit auf 23,5 Milliarden Euro an. Das sichert dem Rüstungsunternehmen mit seinen mehr als 11.000 Mitarbeitern eine Auslastung für mehrere Jahre. Der Umsatz lag zuletzt bei 3,8 Milliarden Euro.
Kasse machen bei Renk
Parallel dazu ordnet KNDS sein Beteiligungsportfolio neu. Das Unternehmen platzierte 5,8 Millionen Aktien der Renk Group AG über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren. Das entspricht einem Anteil von 5,8 Prozent am Grundkapital des Getriebeherstellers.
Nach dieser Transaktion behält KNDS einen Anteil von rund zehn Prozent an Renk und bleibt langfristig investiert. Der Fokus richtet sich nun voll auf den eigenen Sprung aufs Parkett. Die endgültige Entscheidung über den exakten Zeitpunkt des KNDS-Börsengangs in Frankfurt und Paris hängt jetzt nur noch vom Marktumfeld im weiteren Jahresverlauf ab.
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