Frankreich und Deutschland haben sich geeinigt. Am Montag unterzeichneten beide Regierungen ein verbindliches Governance-Abkommen für den Rüstungskonzern KNDS — und ebnen damit den Weg für einen milliardenschweren Börsengang.
Neue Eigentümerstruktur mit Parität
Kern der Vereinbarung ist eine gleichgewichtige Beteiligung beider Staaten. Der französische Staat reduziert seinen Anteil von 50 auf 40 Prozent. Die deutsche Bundesregierung kauft ihrerseits 40 Prozent direkt von der Gründerfamilie Krauss-Maffei Wegmann. Das Transaktionsvolumen liegt dabei schätzungsweise zwischen 6 und 7 Milliarden Euro — abhängig davon, wo sich die Gesamtbewertung von KNDS zwischen 15 und 20 Milliarden Euro einpendelt.
Parallel dazu strebt Berlin eine sogenannte „Goldene Aktie“ in der deutschen Tochtergesellschaft an. Damit will die Bundesregierung strategische und personelle Entscheidungen auch künftig mitbestimmen können.
Starke Zahlen vor dem Börsenstart
KNDS kommt mit Rückenwind an die Börse. Der Konzern erzielte 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro — ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch beeindruckender ist der Auftragsbestand: Er kletterte bis Ende 2025 auf 33,1 Milliarden Euro, nach 23,5 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.
Das Unternehmen entstand 2015 aus der Fusion von Nexter Systems und Krauss-Maffei Wegmann. Heute beschäftigt es mehr als 11.000 Mitarbeiter und liefert unter anderem den Leopard 2 und den Leclerc — zwei der meistgenutzten Kampfpanzer in Europa.
Bundestag entscheidet am Mittwoch
Der Zeitplan ist eng. Am Mittwoch, dem 24. Juni, stimmt der Haushaltsausschuss des Bundestags über die Beteiligung ab. Gibt das Parlament grünes Licht, könnte die offizielle IPO-Ankündigung noch in dieser Woche folgen.
Als Zieldatum für die Erstnotiz gilt der 13. Juli 2026. Beim Börsengang sollen jeweils 10 Prozent vom französischen Staat und von der Gründerfamilie platziert werden. Die Doppelnotierung ist an den Börsen Frankfurt und Paris geplant. Den Kern ihrer Anteile — je 40 Prozent — behalten Berlin und Paris.
KNDS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue KNDS-Analyse vom 23. Juni liefert die Antwort:
Die neusten KNDS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KNDS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KNDS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


