Der europäische Rüstungskonzern KNDS baut seine internationale Präsenz abseits der Heimatmärkte Frankreich und Deutschland weiter aus. Mit Irland steht offenbar der nächste Abnehmer für die gepanzerte SCORPION-Fahrzeugfamilie in den Startlöchern. Diese wachsende Exportbasis liefert dem Unternehmen eine konkrete kommerzielle Dynamik, die es für den geplanten Milliarden-Börsengang im Sommer benötigt.
Milliarden-Aufträge füllen die Bücher
Die SCORPION-Plattform, zu der Modelle wie der Jaguar und der Griffon gehören, etabliert sich zunehmend im europäischen Markt. Neben Belgien gehört bereits Luxemburg zum festen Kundenkreis. Allein der luxemburgische Vertrag beläuft sich auf ein Volumen von 2,6 Milliarden Euro für Fahrzeuge und eine dreißigjährige Wartung.
Solche Großaufträge spiegeln sich deutlich in der Bilanz wider und untermauern die Premium-Positionierung des Unternehmens. Im Jahr 2024 verzeichnete KNDS einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Auftragsbestand kletterte auf 23,5 Milliarden Euro und verschafft dem Konzern eine enorme Planungssicherheit für künftige Investitionen in neue Technologien.
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Strategische Zukäufe und Partnerschaften
Um diese massiven Lieferverpflichtungen bedienen zu können, treibt KNDS die vertikale Integration voran. Die Übernahme von Texelis bündelt essenzielles Know-how im Bereich der Rad- und Kettenmobilität unter dem Dach von KNDS Mobility. Dieser Schritt vereinfacht die Lieferketten für das SCORPION-Programm erheblich und stärkt die Auslieferungskapazitäten.
Gleichzeitig schließt der Konzern gezielt Lücken im eigenen Portfolio, um für neue Kunden wie Irland noch attraktiver zu werden. Über das neu gegründete Joint Venture EuroPULS GmbH vermarktet KNDS künftig gemeinsam mit dem israelischen Partner Elbit Systems Raketenartilleriesysteme an europäische Streitkräfte.
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Fahrplan für das Dual-Listing
All diese strategischen Weichenstellungen zielen auf das geplante Dual-Listing in Frankfurt und Paris ab. Trotz der aktuellen geopolitischen Unruhen an den Märkten durch den Iran-Konflikt hält das Management am Zeitplan für Juni oder Juli fest. Begleitet von Banken wie Goldman Sachs und der Deutschen Bank strebt KNDS eine Bewertung von rund 20 Milliarden Euro an.
Durch die Ausgabe von etwa 25 Prozent der Anteile will das Unternehmen bis zu fünf Milliarden Euro frisches Kapital einsammeln. Mit diesem Schritt greift KNDS nach den strategischen Vorteilen, von denen börsennotierte Konkurrenten wie Rheinmetall bereits profitieren – insbesondere einem erleichterten Zugang zu Fremdkapital für weitere Übernahmen und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
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