Deutschlands mächtigste Industriegewerkschaft erhöht den Druck auf Berlin — und das kurz vor dem geplanten Börsengang von KNDS im Sommer. IG Metall-Vize Juergen Kerner verlangt, dass der deutsche Staat genauso viel an dem Leopard-Hersteller hält wie Frankreich. Eine Sperrminorität von 25 Prozent reiche dafür nicht aus.
Kerner, der Aufsichtsratsmandate bei Siemens, Thyssenkrupp und weiteren deutschen Industriekonzernen hält, begründet die Forderung mit dem Schutz deutscher Technologie und Arbeitsplätze. Berlin müsse „den richtigen Moment nicht verpassen“. Die Bundesregierung erklärte lediglich, sie prüfe derzeit die Bedingungen für ein mögliches Engagement — ohne weitere Details.
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Wer hält nach dem IPO das Steuer?
Hintergrund der Debatte ist die aktuelle Eigentümerstruktur. KNDS gehört je zur Hälfte der französischen Regierung und der deutschen KMW-Eigentümerfamilie. Diese plant, ihren gesamten Anteil im Rahmen des Börsengangs zu verkaufen — womit Deutschland nach der Notierung ohne direkte staatliche Beteiligung dastünde.
Der IPO könnte bis zu fünf Milliarden Euro einbringen und wäre damit einer der größten Börsengänge Europas seit Jahren. Als globale Koordinatoren wurden Bank of America, Deutsche Bank, Goldman Sachs und Société Générale mandatiert. Die Erlöse sollen die Produktionskapazitäten verdoppeln — ein zentrales Ziel angesichts des stark gestiegenen europäischen Rüstungsbedarfs.
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Sabotage verschärft die Lage
Zusätzliche Brisanz erhält die Eigentümerfrage durch einen Vorfall Anfang April. In der Nacht vom 6. auf den 7. April wurde die Strominfrastruktur im Industriegebiet Bourges gezielt angegriffen. Der Brandanschlag störte die Produktion mehrerer Anlagen stundenlang, darunter KNDS Ammo France. Die Staatsanwaltschaft Bourges ermittelt wegen koordinierter Sabotage.
KNDS beschäftigt über 11.000 Mitarbeiter, erzielte 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und verfügt über einen Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Der Börsengang soll trotz volatiler Marktbedingungen im Juni oder Juli stattfinden. Wie viel Anteil Berlin letztlich erwirbt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
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