Der Rüstungskonzern KNDS bereitet einen der größten europäischen Börsengänge des Jahres vor. Ein Altlasten-Skandal bremst die Pläne nun abrupt aus. Der Wirtschaftsprüfer PwC verweigert dem Jahresabschluss 2025 vorerst das Testat. Grund ist eine interne Untersuchung zu einem alten Rüstungsgeschäft mit Katar.
Schatten der Vergangenheit
Der Verwaltungsrat hat am 29. April eine unabhängige Untersuchung bestätigt. Im Zentrum steht ein Milliarden-Vertrag aus dem Jahr 2013. Damals verkaufte das Vorgängerunternehmen Krauss-Maffei Wegmann Panzer und Artillerie an Katar. Laut dem „Spiegel“ flossen dabei mutmaßlich Millionenprovisionen an die Beratungsfirma eines katarischen Generals.
KNDS reagiert prompt auf die Vorwürfe. Die Kanzlei Freshfields prüft die Vorgänge. Bislang gibt es laut dem Management keine Beweise für strafbares Verhalten von Mitarbeitern. Das Unternehmen erwartet den geprüften Jahresabschluss nun im Laufe des Mai.
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Milliarden-Börsengang in Gefahr
Die Zeit drängt. KNDS peilt für Juni oder Juli ein Listing in Frankfurt und Paris an. Die angestrebte Bewertung liegt bei bis zu 25 Milliarden Euro. Ein Viertel der Aktien soll rund fünf Milliarden Euro in die Kasse spülen.
Das frische Kapital ist fest eingeplant. Der Konzern will seine Produktionskapazitäten verdoppeln. Parallel dazu diskutieren die aktuellen Eigentümer über eine Sonderdividende. Der französische Staat und die Familie Wegmann fassen eine Ausschüttung in Milliardenhöhe ins Auge.
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Auftragsbücher voll, Zeitplan wackelt
Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im Jahr 2024 sammelte KNDS Rekordaufträge im Wert von 11,2 Milliarden Euro ein. Der gesamte Auftragsbestand wuchs zweistellig auf rund 23,5 Milliarden Euro. Auch der Umsatz kletterte deutlich.
Ein langwieriger Streit mit den Wirtschaftsprüfern gefährdet nun das Sommer-Listing. Die Folge: ein wackelnder Zeitplan. Verzögert sich das Testat weiter, rutscht der Börsengang frühestens in die zweite Jahreshälfte. Informierte Kreise halten auch einen Termin gegen Jahresende für möglich.
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