KNDS Aktie: Rheinmetall blitzt ab

Der Rüstungskonzern KNDS bestätigt seinen Börsengang für Sommer 2026. Die Bundesregierung strebt eine Sperrminorität an, während Konkurrent Rheinmetall aus strategischen Gründen abgelehnt wird.

KNDS Aktie
Kurz & knapp:
  • Börsengang in Paris und Frankfurt für Juni/Juli geplant
  • Bundesregierung will über KfW Sperrminorität erwerben
  • Strategische Ablehnung von Rheinmetall-Einstieg
  • Rekordauftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro

Der Rüstungskonzern KNDS treibt seinen für diesen Sommer geplanten Börsengang unbeirrt voran. Während CEO Jean-Paul Alary den Zeitplan offiziell bestätigt, positionieren sich im Hintergrund bereits die großen Akteure. Dabei kassierte der Konkurrent Rheinmetall nun eine unmissverständliche Absage für einen strategischen Einstieg.

Bund greift nach Sperrminorität

Das Debüt auf dem Parkett in Paris und Frankfurt soll im Juni oder Juli erfolgen. Banken bewerten das Unternehmen im Vorfeld mit rund 20 Milliarden Euro. Geplant ist, etwa ein Viertel der Anteile in den Streubesitz zu geben. Das ruft die Bundesregierung auf den Plan. Berlin strebt über die Förderbank KfW eine Sperrminorität von mindestens 25 Prozent an. Dieser Schritt bietet sich an, da die deutschen Familienaktionäre ihren bisherigen Anteil von 50 Prozent im Zuge des Börsengangs reduzieren möchten.

Warum der Konkurrent unerwünscht ist

Einem anderen Interessenten schlug CEO Alary hingegen die Tür zu. Rheinmetall hatte zuvor öffentlich Interesse an KNDS-Anteilen bekundet. Die klare Ablehnung hat handfeste strategische Gründe. Das Technologieportfolio von KNDS ist unabhängig von den strengen US-Exportrichtlinien (ITAR). Diese regulatorische Freiheit erleichtert den weltweiten Vertrieb enorm. Eine Verwässerung der Eigentümerstruktur durch einen direkten Rivalen würde diesen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gefährden.

Volle Auftragsbücher stützen Bewertung

Operativ wird der Gang an die Börse von einem Rekordauftragsbestand in Höhe von 23,5 Milliarden Euro flankiert. Besonders das Artilleriesystem RCH 155 treibt die internationale Nachfrage. Nach Bestellungen aus der Ukraine und Großbritannien steht bis Ende März eine wichtige Entscheidung der US-Armee über Prototypen an. Um das finanzielle Fundament für das Wachstum und den Börsengang zu festigen, holte KNDS bereits zum Jahreswechsel Christian Schulz in den Vorstand. Als ehemaliger Finanzchef der RENK Group bringt er exakt die Erfahrung mit, die für ein komplexes Rüstungs-IPO benötigt wird.

Mit der offiziellen Bestätigung des Zeitplans rückt das Zeitfenster im Sommer näher. Die Kombination aus der angestrebten 20-Milliarden-Euro-Bewertung, dem geplanten Einstieg des Bundes und der strikten Unabhängigkeit von US-Exportregeln definiert nun den klaren Rahmen für die anstehenden Investorengespräche.

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