Milliardenaufträge, ein Rekordauftragsbestand und pünktliche Lieferungen an die Bundeswehr— eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Börsengang. Bei KNDS hängt alles an einer einzigen Entscheidung: Wirtschaftsprüfer PwC verweigert bislang den Testat für den Jahresabschluss 2025. Ohne dieses Testat kein Prospekt, ohne Prospekt kein Listing.
Der Grund: eine laufende Korruptionsermittlung rund um einen Rüstungsdeal mit Katar aus dem Jahr 2013, der ein Volumen von 1,89 Milliarden Euro hatte. Der Spiegel berichtete über den Verdacht millionenschwerer Provisionszahlungen im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Kanzlei Freshfields prüft die entsprechenden Transaktionen. KNDS selbst erklärte, die Untersuchung sei weit fortgeschritten und es gebe bislang keine Hinweise auf strafbares Verhalten eigener Mitarbeiter.
Enger Zeitplan bis zum Sommer
KNDS rechnet damit, den Jahresabschluss im Mai 2026 abzuschließen. Das würde ein Listing im Juni oder Juli noch ermöglichen— knapp, aber realistisch. Das Emissionsvolumen könnte bis zu fünf Milliarden Euro erreichen, was den Börsengang zu einem der größten Europas seit Jahren machen würde. Deutsche Bank und Goldman Sachs führen das Bankenkonsortium.
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Die staatliche KfW, beraten von JPMorgan, prüft den Erwerb von mindestens 25,1 Prozent— eine strategische Sperrminorität für Berlin. Die Unternehmerfamilie Bode-Wegmann, aktuell mit 50 Prozent beteiligt, plant eine Reduzierung ihrer Beteiligung im Zuge des IPO.
Lieferkette funktioniert
Operativ läuft das Geschäft. Ende April trafen die ersten zwei von 54 bestellten Leopard 2A8 in Norwegen ein— ausgestattet mit Trophy-Schutzsystemen, übergeben in Rena im Beisein von Verteidigungsminister Tore O. Sandvik. Ab Mai sollen die ersten PzH 2000 A4 an die Bundeswehr übergeben werden, 22 Stück insgesamt. Die Haubitze der neuesten Generation ersetzt ältere Systeme, die Deutschland zuvor an die Ukraine geliefert hatte.
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Das Auftragsvolumen unterstreicht die Nachfrage: Der Auftragsbestand erreichte zuletzt 23,5 Milliarden Euro— ein Rekord. Der Umsatz stieg 2024 um 15 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Leopard-2A8-Bestellungen liegen aus fünf Ländern vor: Tschechien, Deutschland, Litauen, den Niederlanden und Norwegen.
Alles hängt an PwC
Die IPO-Erlöse sollen unter anderem in unbemannte Bodenfahrzeuge und präzisionsgelenkte Munitionssysteme fließen— und die Produktionskapazität verdoppeln. Ob dieser Plan im anvisierten Zeitfenster umgesetzt werden kann, entscheidet sich im Mai, wenn PwC seine Prüfung abschließt. Gibt der Wirtschaftsprüfer grünes Licht, öffnet sich das Börsenfenster. Verzögert sich das Testat weiter, rückt der Sommer-IPO in weite Ferne.
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