Der geplante Börsengang des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS nimmt konkrete Züge an. Während das europäische Kampfpanzer-Projekt MGCS mit Verzögerungen kämpft, entkoppelt CEO Jean-Paul Alary die Finanzpläne des Unternehmens bewusst von der politischen Hängepartie. Gleichzeitig bringt sich die Bundesregierung in Stellung, um beim anvisierten 20-Milliarden-Euro-Debüt ein gewichtiges Wort mitzureden.
Unabhängig von politischen Zeitplänen
Der Nachfolger des Leopard 2 lässt auf sich warten. Technische und politische Hürden bremsen das MGCS-Programm. Für die Börsenpläne von KNDS spielt das laut Alary allerdings keine Rolle. Die Vorbereitungen für das für Sommer dieses Jahres geplante Dual-Listing in Frankfurt und Paris laufen völlig unabhängig von dem Großprojekt.
Das Fundament für dieses Selbstbewusstsein liefert ein prall gefülltes Auftragsbuch. Allein im Jahr 2024 sammelte der Konzern Bestellungen im Wert von 11,2 Milliarden Euro ein. Der Gesamtauftragsbestand kletterte auf rund 23,5 Milliarden Euro. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die Modernisierung europäischer Panzerflotten sowie die hohe Nachfrage nach dem Leopard 2 A8 und der Radhaubitze RCH 155.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei KNDS?
Ein Viertel für den Staat?
Hinter den Kulissen formiert sich derweil eine neue Eigentümerstruktur. Da sich die deutsche Eigentümerfamilie Bode aus dem Geschäft zurückziehen will, prüft die Bundesregierung offenbar den Erwerb einer Sperrminorität von 25 Prozent. Dieser Schritt soll den nationalen Einfluss auf kritische Schlüsseltechnologien sichern, während der französische Staat bereits 50 Prozent an dem Joint Venture hält.
Für den freien Handel an der Börse ist ein Streubesitz von etwa einem Viertel des Grundkapitals vorgesehen. Um diesen komplexen Prozess zu steuern, hat sich KNDS die Investmentbank Lazard an die Seite geholt. Zudem verstärkt Christian Schulz, der ehemalige Finanzchef von Renk, seit Anfang des Jahres den Vorstand mit seiner Erfahrung bei Rüstungs-Börsengängen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei KNDS?
Klarer Fokus auf das Kerngeschäft
Strategisch will KNDS keine Experimente wagen. Eine Ausweitung auf Marine- oder Raumfahrttechnik schloss der CEO explizit aus. Das frische Kapital aus dem Börsengang soll stattdessen direkt in den Ausbau der industriellen Kapazitäten fließen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Beschleunigung von Innovationen bei autonomen Systemen und künstlicher Intelligenz.
Mit einer angestrebten Bewertung von rund 20 Milliarden Euro würde KNDS als einer der größten reinen Landrüstungshersteller Europas auf das Parkett treten. Das für Juni oder Juli geplante Listing soll dem Konzern die nötige finanzielle Schlagkraft verleihen, um mit größeren globalen Konkurrenten mitzuhalten. Langfristige Verträge, wie der 4,2 Milliarden Euro schwere Puma-Auftrag mit Rheinmetall, sichern die Auslastung der neuen Kapazitäten bereits bis weit in das Jahr 2029 hinein.
KNDS: Kaufen oder verkaufen?! Neue KNDS-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten KNDS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KNDS-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KNDS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


