Wenige Wochen vor dem geplanten Milliarden-Börsengang drückt KNDS aufs Tempo. Der deutsch-französische Rüstungskonzern eröffnet in Südamerika einen neuen strategischen Schauplatz und buhlt zeitgleich um lukrative Aufträge des US-Militärs. Mit dieser Expansion untermauert das Unternehmen seine massiven Wachstumsambitionen.
Harter Wettbewerb in Südamerika
Auf der gerade zu Ende gegangenen Rüstungsmesse FIDAE in Chile positionierte sich KNDS offensiv für den lateinamerikanischen Markt. Im Fokus steht ein lukratives Modernisierungsprogramm der chilenischen Armee. Das Land plant den Austausch von rund 200 gepanzerten Fahrzeugen des Typs Mowag Piranha, wobei eine erste Tranche von 45 Stück zeitnah ausgeschrieben wird.
KNDS trifft bei diesem Vorhaben auf gut vernetzte Konkurrenz. Der südkoreanische Konzern Hanwha Aerospace und die spanische Indra-Gruppe haben bereits eine Kooperation vereinbart, um eine gemeinsame Lösung für genau dieses chilenische Fahrzeugprogramm anzubieten. KNDS verweist im Gegenzug auf seine etablierte lokale Präsenz, da das Unternehmen bereits die kolumbianische Artillerie und chilenische Streitkräfte mit Ausrüstung beliefert.
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Frisches Kapital für den Ausbau
Diese globale Präsenz kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. KNDS bereitet aktuell sein Börsendebüt für diesen Sommer vor. Die Eigentümerfamilie des deutschen KMW-Teils plant den vollständigen Ausstieg und verkauft ihren 50-Prozent-Anteil. Mit einem erhofften Emissionsvolumen von bis zu fünf Milliarden Euro könnte es einer der größten europäischen Börsengänge des Jahres werden.
Ein solider Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro stützt die angestrebte Unternehmensbewertung von 20 Milliarden Euro. Das durch den Börsengang eingenommene Kapital soll direkt in die Verdopplung der Produktionskapazitäten fließen. Angesichts der stark gestiegenen europäischen Rüstungsnachfrage ist dieser Schritt zwingend notwendig.
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US-Auftrag und eigene Lieferketten
Parallel zur Südamerika-Offensive läuft ein richtungsweisender Wettbewerb in den USA. Die US Army sucht ein neues radgestütztes Haubitzensystem. KNDS schickt hier gemeinsam mit dem US-Partner Leonardo DRS das Modell RCH 155 ins Rennen. Ein Zuschlag würde die ehrgeizigen Bewertungsziele des Konzerns massiv untermauern.
Um für dieses erwartete Wachstum gerüstet zu sein, schloss das Unternehmen Anfang April die Übernahme von Texelis Defense ab. Die neue Sparte KNDS Mobility soll Lieferketten absichern und die eigene Kontrolle über Schlüsseltechnologien wie Fahrzeugantriebe stärken.
Die Weichen für die kommenden Monate sind damit klar gestellt. Im Juli erwartet KNDS die Entscheidung der US Army über den Einzug in die nächste Auswahlrunde für das Haubitzensystem. Zeitgleich treibt das Management die Investorengespräche für das anstehende Dual-Listing in Paris und Frankfurt voran.
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