Rüstungsgüter galten lange als teure Manufakturarbeit. KNDS bricht nun mit dieser Tradition. Der europäische Rüstungskonzern trimmt seine Fertigung auf automobile Serienproduktion und holt sich dafür branchenfremde Expertise ins Haus. Der strategische Umbau erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Das Unternehmen bereitet seinen Börsengang vor.
Im Werk München-Allach hat KNDS eine neue Fertigungslinie für das gepanzerte Radfahrzeug Boxer eröffnet. Parallel dazu schloss der Konzern eine Partnerschaft mit der Dräxlmaier Group. Der bayerische Automobilzulieferer wird künftig die austauschbaren Missionsmodule des Panzers in seinem Werk in Landau an der Isar bauen. Es ist das erste Mal, dass KNDS einen großen Zulieferer in dieser Form in die Produktion einbindet.
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Sechsfache Kapazität bis 2030
Die Ziele für den Ausbau sind ambitioniert. Bis zum Ende des Jahrzehnts will KNDS die Produktion der Boxer-Systeme versechsfachen. Allein in München sollen künftig zehn Fahrmodule pro Monat vom Band rollen. Dieser Hochlauf erfordert massiv Personal. Das Management plant, die weltweite Belegschaft von derzeit rund 11.500 Mitarbeitern zu verdoppeln.
Der Bau neuer Fabriken auf der grünen Wiese dauert der Führungsebene zu lange. KNDS-Deutschland-Chef Florian Hohenwarter setzt stattdessen auf bestehende Standorte mit erfahrenen Teams, explizit aus der Automobilindustrie. Die Eile hat einen konkreten Grund. In den kommenden Monaten erwartet KNDS einen Großauftrag der Bundeswehr. Medienberichten zufolge plant die Truppe unter dem Projektnamen „Arminius“ die feste Bestellung von rund 1.800 weiteren Boxer-Fahrzeugen.
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Milliarden-Auftragsbestand im Rücken
Der industrielle Umbau flankiert die Kapitalmarktpläne des Unternehmens. KNDS strebt im laufenden Jahr ein Dual Listing an den Börsen in Frankfurt und Paris an. Ein Bankenkonsortium um Deutsche Bank, Goldman Sachs, Bank of America und Société Générale begleitet den Prozess. Das Fundament für den Börsengang bildet ein Auftragsbestand von gut 23 Milliarden Euro.
Mit der neuen Fertigungslinie und der Dräxlmaier-Partnerschaft vollzieht KNDS einen strukturellen Wechsel. Der Übergang von der klassischen Rüstungsmanufaktur zur skalierbaren Serienfertigung nach Automobilstandard schafft die Voraussetzung, um das wachsende Auftragsvolumen abzuarbeiten. Gelingt die Skalierung wie geplant, dürfte dies die Margen des Konzerns in der anlaufenden europäischen Wiederaufrüstung spürbar stützen.
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