KNDS: Texelis-Übernahme abgeschlossen

Der Panzerbauer KNDS bereitet einen Börsengang von bis zu fünf Milliarden Euro vor. Ein Streit über die Höhe des Staatsanteils verzögert die Pläne.

KNDS Aktie
Kurz & knapp:
  • Börsenwert auf 20 Milliarden Euro taxiert
  • Politische Differenzen um Staatsbeteiligung
  • Übernahme von Texelis Defense abgeschlossen
  • Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro

Der Rüstungskonzern KNDS steuert auf einen der größten europäischen Börsengänge der letzten Jahre zu. Das Unternehmen testet aktuell das Interesse von Investoren für ein Debüt im Sommer. Hinter den Kulissen bremst allerdings ein politischer Streit in Berlin das Tempo.

Streit um Staatsanteile

Banker taxieren den potenziellen Börsenwert des Panzerbauers auf rund 20 Milliarden Euro. Ein Listing in Paris und Frankfurt könnte bis zu fünf Milliarden Euro einbringen. Das Management plant einen Streubesitz von etwa einem Viertel der Aktien.

Die deutsche Politik ringt derweil um ihren Einfluss. Das Ziel der SPD: ein Staatsanteil von rund 40 Prozent vor dem Börsengang. Damit stünde Berlin auf einer Stufe mit der französischen Regierung. Die unionsgeführte Fraktion unter Friedrich Merz plädiert für eine kleinere Beteiligung von etwa 30 Prozent.

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Zukauf und neue Panzer-Aufträge

Operativ baut KNDS sein Fundament weiter aus. Anfang April schloss der Konzern die Übernahme von Texelis Defense ab. Die neue Tochtergesellschaft firmiert nun unter KNDS Mobility. Sie liefert wichtiges Know-how für Fahrwerke und Antriebsstränge.

Rückenwind kommt aus Paris. Frankreich sucht dringend einen Übergangspanzer. Das deutsch-französische Nachfolgeprojekt MGCS hinkt dem Zeitplan fast ein Jahrzehnt hinterher. Verteidigungsministerin Catherine Vautrin brachte kürzlich eine KNDS-Plattform mit französischem Turm ins Spiel. Ein ähnliches Konzept existiert bereits auf Basis des Leopard 2.

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Volle Auftragsbücher

Die finanzielle Basis für den Sprung aufs Parkett steht. Der Umsatz des Rüstungskonzerns stieg zuletzt auf 3,8 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand summiert sich auf gewaltige 23,5 Milliarden Euro. Mehr als 11.000 Mitarbeiter arbeiten an der Umsetzung dieser Projekte.

Die Nachfrage reicht weit über Europa hinaus. KNDS hat weltweit über tausend unbemannte Bodenfahrzeuge verkauft. Besonders der asiatisch-pazifische Raum wächst stark. Länder wie Australien, Singapur und Indonesien gehören zu den Käufern. Das Artilleriesystem CAESAR verzeichnet ebenfalls hohe Bestellungen aus 14 Staaten.

Das Management hält an den Vorbereitungen für das laufende Jahr fest. Ein Bankenkonsortium um Deutsche Bank, Goldman Sachs, Bank of America und Société Générale organisiert die Platzierung. Läuft alles nach Plan, läuten die Glocken in Frankfurt und Paris bereits im Juni oder Juli.

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