Der Schweizer Automatisierungsspezialist Komax hat das Geschäftsjahr 2025 trotz widriger Umstände mit einem leicht positiven EBIT abgeschlossen. Die seit 2024 konsequent umgesetzten Kostensenkungen zeigen schneller Wirkung als erwartet – und kompensieren Restrukturierungskosten, Währungsverluste und Zollbelastungen.
Der Umsatz fiel um rund 8 Prozent auf etwa 580 Millionen Schweizer Franken. Der Auftragseingang ging um 2,1 Prozent auf 565 Millionen Franken zurück. Die Zahlen liegen damit deutlich unter Vorjahresniveau. Verantwortlich dafür war vor allem die anhaltende Investitionszurückhaltung in der europäischen Automobilindustrie. Positive Impulse kamen hingegen aus den Bereichen Industrie, Infrastruktur und Transport.
US-Zölle belasten mit 3 Millionen Franken
Die US-Zollpolitik setzte dem Unternehmen spürbar zu. Kunden verschoben Investitionen, angefallene Zölle ließen sich nicht vollständig weitergeben. Unterm Strich kostete das Komax rund 3 Millionen Franken beim operativen Ergebnis. Hinzu kam die deutliche Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber mehreren Währungen, die zusätzlich auf die Marge drückte.
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Kann ein Unternehmen unter solchen Bedingungen überhaupt schwarze Zahlen schreiben? Komax bewies: Ja. Das seit 2024 implementierte Kostensenkungsprogramm zeigt bereits Wirkung. Ab 2026 sollen die Maßnahmen die jährlichen Kosten um 25 Millionen Franken reduzieren. Bereits 2025 machte sich der positive Effekt bemerkbar – schneller als vom Management ursprünglich kalkuliert. Die Restrukturierungskosten beliefen sich auf etwa 9 Millionen Franken.
Zweites Halbjahr bringt Belebung
Immerhin: Das zweite Halbjahr entwickelte sich besser als die erste Jahreshälfte. Der Auftragseingang stieg von 277,4 Millionen im ersten auf 287,6 Millionen Franken im zweiten Halbjahr. Beim Umsatz ging es von 280,3 Millionen auf rund 300 Millionen Franken nach oben. Ein vorteilhafter Produktmix im zweiten Halbjahr stützte zusätzlich die Profitabilität.
Den detaillierten Jahresabschluss will Komax am 10. März 2026 vorlegen. Dann werden Anleger genauere Einblicke in die Margenentwicklung und regionale Performance erhalten. Die ersten Signale zeigen: Die Kostendisziplin trägt Früchte, doch das Marktumfeld bleibt angespannt.
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