Koninklijke Philips hat die Talsohle durchschritten. Nach Jahren der Belastung durch den Beatmungsgeräte-Skandal präsentiert der niederländische Medizintechnikkonzern wieder schwarze Zahlen und verkündet am heutigen Dienstag ambitionierte Wachstumsziele bis 2028. Im vierten Quartal 2025 zog das Geschäft spürbar an – trotz Gegenwind durch den starken Euro und neue Zölle.
Der Umsatz im Schlussquartal kletterte um ein Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein solides Plus von sieben Prozent. Noch deutlicher fiel die Erholung bei der Profitabilität aus: Die bereinigte EBITA-Marge verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 steht ein Gewinn von 897 Millionen Euro – nach einem Verlust von 698 Millionen Euro im Vorjahr.
CEO Jakobs erhält Vertrauensbeweis
Der Aufsichtsrat schlägt die Wiederernennung von CEO Roy Jakobs vor. Eine klare Ansage: Jakobs hat seit seinem Amtsantritt 2022 die Weichen neu gestellt. Er führte das Unternehmen durch die schwere Krise um die fehlerhaften Beatmungsgeräte, vereinfachte die Strukturen und realisierte Kosteneinsparungen von 2,5 Milliarden Euro. Die Hauptversammlung am 8. Mai 2026 soll grünes Licht geben.
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Aufsichtsratschef Feike Sijbesma lobt Jakobs‘ konsequente Ausrichtung auf Patientensicherheit und operative Exzellenz. Die Lieferketten seien robust, das Management-Team verjüngt, die Bilanz gestärkt. Aus der Krise sei Philips schlanker, agiler und kulturell neu aufgestellt hervorgegangen.
Mittelfristig mid-single-digit Wachstum geplant
Auf dem heutigen Kapitalmarkttag in Amsterdam legt Philips die Marschroute vor: Bis 2028 soll der vergleichbare Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Die bereinigte EBITA-Marge strebt in denselben Zeitraum in den mittleren Zehn-Prozent-Bereich. Zusätzlich plant der Konzern, weitere 1,5 Milliarden Euro an Produktivität herauszuholen.
Für 2026 peilt Philips ein vergleichbares Umsatzplus von drei bis 4,5 Prozent an. Die EBITA-Marge soll zwischen 12,5 und 13,0 Prozent liegen – Analysten hatten zuvor mit 12,4 Prozent gerechnet. Der freie Cashflow wird auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro taxiert. Kumuliert über die Jahre 2026 bis 2028 strebt der Konzern 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro an.
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Drei Säulen für profitables Wachstum
Die Strategie ruht auf drei Pfeilern: Erstens will Philips segmentspezifische Wachstumsstrategien verfolgen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in Diagnosis & Treatment, Connected Care und Personal Health zugeschnitten sind. Zweitens setzt das Unternehmen auf plattformbasierte Innovationen, die Hardware, Software, Daten und KI kombinieren – von heliumfreien MRT-Systemen über KI-gestützte Spektral-CTs bis hin zu cloudbasierten Radiologie-IT-Lösungen. Drittens bleibt disziplinierte Umsetzung der Anker: Qualität und Compliance haben oberste Priorität, die Lieferketten sollen flexibel auf Zölle und andere Störungen reagieren.
Philips hat zudem neue Nachhaltigkeitsziele für 2030 integriert – ein Zeichen, dass ESG-Themen fester Bestandteil der Geschäftsstrategie werden. Die Aktionäre können sich zudem auf eine vorgeschlagene Dividende von 0,85 Euro je Aktie freuen, wahlweise in bar oder in Aktien.
Ob die Ziele erreichbar sind, wird sich zeigen. Die Ausgangslage ist jedenfalls deutlich stabiler als noch vor zwei Jahren. Philips ist zurück im Spiel.
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