Blockaden auf den Weltmeeren und ein schwacher Dollar belasten die Logistikbranche. Kuehne + Nagel stemmt sich gegen diesen Trend. Trotz sinkender Umsätze blickt die Konzernspitze optimistischer auf das laufende Jahr.

Der Nettoumsatz sank im ersten Quartal um 12 Prozent auf 5,60 Milliarden CHF. Parallel dazu ging der Reingewinn auf 248 Millionen CHF zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) schlug sich mit 343 Millionen CHF jedoch besser als erwartet.

Effizienz gegen Krisen

Besonders das Seefrachtgeschäft leidet unter der Blockade in der Straße von Hormus. In diesem Segment brach der Umsatz um ein Viertel ein. Der Konzern reagiert mit einem strikten Sparprogramm auf den Druck.

Die Maßnahmen bei den Stückkosten zeigen laut Unternehmensführung Wirkung. In der Luftfracht nutzt der Konzern verstärkt Charterflüge. Neue Lkw-Landbrücken in der Region Saudi-Arabien-VAE stabilisieren das Geschäft zusätzlich.

Höhere Ziele für 2026

Diese operative Stärke führt zu einer neuen Prognose. Der Vorstand hob die Untergrenze für das bereinigte operative Ergebnis an. Das Ziel liegt nun zwischen 1,25 und 1,40 Milliarden CHF.

Bisher lag die Erwartung bei mindestens 1,20 Milliarden CHF. Die angehobenen Ziele signalisieren Widerstandsfähigkeit gegen geopolitische Turbulenzen.

Die Lage am Golf bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die Branche. Hohe Energiekosten belasten die Kalkulationen zusätzlich. Der Konzern rechnet damit, dass die Treibstoffpreise bis zum Jahresende hoch bleiben.

Kuehne + Nagel versucht nun, die steigenden Kerosinkosten über Aufschläge an die Kunden weiterzugeben. Gelingt dies ohne Nachfrageeinbruch im US-Markt, festigt der Konzern seine Profitabilität.