Der französische Industriegase-Konzern L’Air Liquide investiert 233 Millionen Dollar in Südkorea. Das Ziel: die Produktion von High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für KI-Rechenzentren absichern. Ein strategischer Schachzug, der die enge Verflechtung mit der Halbleiterindustrie unterstreicht.
Partnerschaft mit SK Hynix
Die Investition, am 7. Juni bestätigt, dient dem Ausbau von Infrastruktur für SK Hynix. Der südkoreanische Chip-Hersteller zählt zu den weltweit führenden Produzenten von HBM-Speichern – einer Schlüsselkomponente für KI-Hardware. L’Air Liquide liefert Industriegase und technische Lösungen, die in den anspruchsvollen Fertigungsprozessen benötigt werden.
Die Ankündigung folgt auf strategische Gespräche in der KI-Branche. Nvidia-CEO Jensen Huang war diese Woche in Seoul, um die Zusammenarbeit mit koreanischen Partnern zu koordinieren. Er warnte zuletzt, die Lieferkette für KI-Speicher bleibe „erheblich belastet“. Vor allem spezielle Wafer und Verpackungsmaterialien sind seit Monaten knapp. Ein Engpass, der sich nach Einschätzung der Branche noch Jahre hinziehen dürfte.
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Kurs in der Nähe des Jahreshochs
Die Aktie von L’Air Liquide notierte am Freitag bei 183,20 Euro. Das Papier liegt damit rund 14 Prozent über dem Jahresanfangswert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 190 Euro (April 2026) trennen den Kurs knapp vier Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt von 180,92 Euro wird leicht übertroffen.
Während der südkoreanische Leitindex KOSPI zuletzt deutliche Schwankungen zeigte und zwischenzeitlich sogar einen Circuit Breaker auslöste, bleibt L’Air Liquide auf Langfrist-Kurs. Die Expansion in Südkorea zielt auf eine stabile Versorgung der Halbleiterfertiger ab. Mit der nächsten Speichergeneration HBM4, die für Nvidias kommende Plattform Vera Rubin vorgesehen ist, dürfte der Bedarf weiter steigen.
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