Lenovo Aktie: Goldman Sachs hebt Ziel auf 31 HKD

Lenovo-Aktie erreicht Rekordhoch dank KI-Boom und starkem Mai. Goldman Sachs hebt Kursziel auf 31 HKD an.

Lenovo Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie steigt auf 26,68 HKD
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel
  • Neue KI-Laptops mit NVIDIA-Chip
  • Umsatz steigt auf 83,1 Milliarden Dollar

Lenovo erreichte am Montag ein neues Allzeithoch. Die Aktie des chinesischen Technologiekonzerns schoss in Hongkong zeitweise um 11,2 Prozent nach oben — getrieben von einer historischen Performance im Mai und frischen Signalen aus dem KI-Geschäft.

Verdopplung im Mai, neuer Rekord im Juni

Der Titel eröffnete zunächst unverändert, kletterte dann aber im Laufe des Vormittags auf 26,68 Hongkong-Dollar. Das ist der höchste Stand seit dem Börsengang. Zur Mittagszeit notierte die Aktie bei 25,54 HKD, ein Plus von 6,42 Prozent.

Das Handelsvolumen war außergewöhnlich hoch. Rund 167 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, der Umsatz belief sich auf 4,26 Milliarden HKD. Damit gehörte Lenovo zu den aktivsten Werten im Hang Seng Index.

Der Schwung kommt nicht von ungefähr. Im Mai hatte die Aktie um 109 Prozent zugelegt — die stärkste Monatsperformance seit 1999. Auch die Jahresbilanz beeindruckt: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 164 Prozent, binnen zwölf Monaten legte der Kurs um 176 Prozent zu. Aktuell notiert die Aktie in Frankfurt bei 2,79 Euro, direkt am neuen 52-Wochen-Hoch.

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Goldman Sachs hebt Kursziel auf 31 HKD

Goldman Sachs reagierte am Montag mit einer deutlichen Zielanhebung. Die Investmentbank bestätigte ihre Kaufempfehlung und schraubte das Kursziel von 27 auf 31 Hongkong-Dollar.

Die Analysten verweisen auf steigende Marktanteile. Im Geschäftsjahr 2025 erreichte Lenovo einen globalen Notebook-Marktanteil von 27 Prozent. Bis 2028 soll dieser auf 28 Prozent wachsen. Entscheidend: KI-fähige Notebooks sollen dann eine Durchdringung von 66 Prozent erreichen. Das treibt die durchschnittlichen Verkaufspreise — Goldman erwartet zwischen 2025 und 2028 eine jährliche Wachstumsrate von acht Prozent.

Blackwell-Chip auf Arm-Basis durchgesickert

Zusätzlichen Rückenwind lieferten Produktleaks im Vorfeld der Computex 2026. Händlereinträge zeigen, dass Lenovo neue Versionen seines Yoga Pro 7 Laptops mit NVIDIAs N1X-Chipserie vorbereitet. Die Arm-basierten Prozessoren integrieren die Blackwell-GPU-Architektur und sind für Windows on Arm optimiert.

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Konkret tauchten zwei Varianten auf: der N1X 650 und der N1X 675. Die offizielle Vorstellung wird heute auf der Computex erwartet. Die Kombination aus NVIDIA-Hochleistungssilizium und Consumer-Laptops unterstreicht Lenovos Anspruch, das „AI PC“-Segment zu dominieren.

Infrastruktur-Sparte als Wachstumsmotor

Die Rally fußt auf soliden Fundamentaldaten. Im Geschäftsjahr bis März 2026 erzielte Lenovo einen Rekordumsatz von 83,1 Milliarden US-Dollar — ein Anstieg von 20,3 Prozent. Der Nettogewinn kletterte um 38,1 Prozent auf 1,91 Milliarden Dollar.

Besonders stark entwickelte sich die Infrastructure Solutions Group. KI-bezogene Umsätze machen inzwischen 38 Prozent der Sparte aus. Das Management peilt an, den Gesamtumsatz innerhalb von zwei Jahren auf 100 Milliarden Dollar zu steigern. Der globale Ausbau von KI-Rechenzentren soll das möglich machen.

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