Lenovo geriet am Freitag im Umfeld wachsender Sorgen über die PC-Nachfrage und die Ausgaben für künstliche Intelligenz unter Verkaufsdruck. Die Aktie fiel um 7,9%. Medienberichten zufolge gehörte Lenovo damit zu den PC-Herstellern, deren Papiere angesichts dieser Bedenken nachgaben; auch Dell und HP verzeichneten Verluste.

Reuters führte den breiteren Technologie-Ausverkauf auf enttäuschende Quartalsergebnisse von Intel und Amazon sowie verstärkte Sorgen über die Ausgaben von KI-Unternehmen zurück. Der Verkaufsdruck erfasste demnach auch Chipwerte und Serverhersteller.

Bericht über günstigere Refinanzierung

Bei Lenovo steht außerdem eine mögliche Refinanzierung im Blick. Nach einem Medienbericht vom 22. Oktober bemühte sich das Unternehmen um einen Kredit über US$2 Milliarden. Damit sollte eine bestehende Kreditlinie zu niedrigeren Kosten refinanziert werden. Der Bericht verwies zugleich auf Bedenken von Investoren hinsichtlich der Refinanzierung.

KI-Anwendungen und vorgezogener Verkaufsstart

Lenovo meldete am 22. Oktober eine Erweiterung seiner Sammlung von KI-Anwendungsfällen. Nach Unternehmensangaben umfasst sie validierte Beispiele und Forschungsergebnisse, die Organisationen beim Übergang von KI-Experimenten zu messbaren Geschäftsergebnissen unterstützen sollen.

Daneben kam ein neues Notebook früher in den Verkauf. Medienberichten zufolge war Lenovos Snapdragon IdeaPad Vibe 14Q8X12 bereits am 21. Oktober über die eigenen Online-Shops erhältlich. Der Verkaufsstart erfolgte einen Monat früher als geplant.

Das Angebot umfasste die USA, Großbritannien und Kanada sowie die Eurozone, Malaysia und Singapur. In den USA begannen die Preise bei 799,99 $.

Am Mittwoch teilte Lenovo zudem mit, in der Forbes-Rangliste der besten Unternehmen für Frauen weltweit Platz 18 erreicht zu haben. Die Auszeichnung bezieht sich auf das Ranking für 2026.