Der PC- und Serverhersteller Lenovo bekommt starke Rückendeckung von der australischen Investmentbank Macquarie: Die Analysten bestätigen ihr „Outperform“-Rating und heben das Kursziel massiv an – um 72 Prozent auf 37,40 Hongkong-Dollar. Auslöser ist das boomende Geschäft mit KI-Servern, das die Experten als „strukturellen Wendepunkt“ für den Konzern bezeichnen.
Die Aktie reagierte darauf zunächst mit einem Rekordhoch von 2,96 Euro am 1. Juni, fiel dann aber bis zum Freitag um knapp 14 Prozent auf 2,56 Euro zurück. Allein am Freitag verlor das Papier 3,93 Prozent. Der RSI von 73,8 deutet auf eine vorangegangene Überkauft-Situation hin – eine technische Gegenbewegung war also absehbar. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit plus 143 Prozent indes imposant. Der 50-Tage-Durchschnitt von 1,48 Euro liegt satte 73 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lenovo?
KI-Server als Wachstumstreiber
Macquarie hebt in ihrer Studie vom 2. Juni hervor, dass die Infrastruktur-Sparte ISG wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt sei. Die Nachfrage nach KI- und traditionellen Servern übersteige weiterhin das Angebot, was steigende Margen ermögliche. Zudem wirke die angespannte Lage am Speichermarkt als Rückenwind: Sie verbessere die Preissetzung, erleichtere Marktanteilsgewinne und sorge für operative Hebelwirkung.
Ein konkretes Signal der Stärke: Lenovos KI-Server-Pipeline ist auf 21 Milliarden US-Dollar angewachsen – gemessen am Ende des Geschäftsjahres 2026 im März. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Quartal bereits erste Auslieferungen von Nvidias GB300-Chips begonnen. Im zweiten Halbjahr 2026 sollen die ersten Vera-Rubin-Server folgen. Macquarie nennt Lenovo eine „Marquee Buy“-Idee und sieht den jüngsten Kursanstieg erst als Auftakt einer Neubewertung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lenovo?
Volatilität mit Ansage
Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 105 Prozent gehört Lenovo derzeit zu den schwankungsintensivsten Werten am Markt. Vom 52-Wochen-Tief bei 0,93 Euro aus Januar hat sich die Aktie mehr als verdreifacht. Das Papier notiert zugleich 13,3 Prozent unter seinem jüngsten Rekordhoch.
Die Frage ist, ob der Rücksetzer nur eine technische Verschnaufpause darstellt – oder ob die hohen Erwartungen an das KI-Geschäft bereits vollständig eingepreist sind. Die nächsten Termine geben Orientierung: Im Juli steht die Hauptversammlung an, im August folgen die Quartalszahlen. Dann zeigt sich, ob der operative Schwung der KI-Sparte den hohen Aktienkurs rechtfertigen kann.
Lenovo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lenovo-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Lenovo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lenovo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Lenovo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

