Im Streit um Laptop-Technologien zeichnet sich für Lenovo eine juristische Entlastung ab. Der Technologiekonzern hat bei einem Bundesgericht in Kalifornien die Abweisung seiner Patentverletzungsklage gegen den Konkurrenten Asus beantragt. Der Schritt erfolgte mit dem Zusatz „with prejudice“, was eine erneute Klageerhebung in derselben Angelegenheit ausschließt, wie die Nachrichtenagentur Reuters am 17. September berichtete.

Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung waren Zenbook-Modelle des taiwanischen Herstellers. Lenovo warf dem Wettbewerber vor, insgesamt vier Schutzrechte verletzt zu haben. Diese betrafen Technologien zur drahtlosen Kommunikation, das diagonale Scrollen auf Touchpads sowie Scharnierkonstruktionen für Convertible-Laptops. Mit dem Antrag auf Klageabweisung räumt der Konzern ein zentrales Patentverfahren im Segment der mobilen Rechner aus dem Weg.

Hardware-Ausbau und Start der Nvidia-Systeme

An den Märkten richtet sich der Blick der Anleger nach der Klagebeilegung unmittelbar auf die anstehenden Produktstarts des Hardwareherstellers. Für Oktober ist die Einführung neuer Windows-Rechner geplant, die mit dem Grafik- und KI-Prozessor RTX Spark von Nvidia ausgestattet sind. Nach Angaben von Nvidia zählt Lenovo neben Acer zu den ersten beiden Herstellern, die Systeme auf Basis dieser neuen Chip-Generation an Kunden ausliefern werden.

Der Start der Modellreihe fällt in eine Phase operativer Expansion. Die Aktie notiert aktuell bei 4,08 Euro und liegt damit nur 3,1 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht beläuft sich das Kursplus im laufenden Börsenjahr auf 297 Prozent, was die Zuversicht des Marktes hinsichtlich der Produktzyklen und der Nachfrage nach hochleistungsfähigen Rechnersystemen widerspiegelt.

Kooperationen rund um Sport und Nachhaltigkeit

Neben den Fortschritten bei Rechnern treibt das Unternehmen auch den Ausbau von Partnerschaften voran. Am Montag vereinbarte Lenovo eine Zusammenarbeit mit Schneider Electric.

Ziel der Initiative ist es, Dekarbonisierungswerkzeuge und entsprechendes Fachwissen direkt über die Plattform Lenovo 360 Circle an IT-Vertriebspartner weiterzugeben. Damit reagiert das Management auf gestiegene Anforderungen von Geschäftskunden an das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement.

Flankiert wird diese Kooperation von einer Vereinbarung im asiatischen Raum: Am Sonntag wurde Lenovo zum offiziellen Partner für IT-Lösungen und Dienstleistungen des Olympic Council of Asia ernannt. Der geschlossene Technologievertrag läuft langfristig bis in das Jahr 2030 und umfasst die technische Unterstützung künftiger Sportveranstaltungen in der Region.