Der PC-Hersteller Lenovo hat einen Platz in der globalen Spitzengruppe des Lieferketten-Rankings von Gartner erobert. Platz fünf im aktuellen „Supply Chain Top 25“ – so hoch war der Konzern aus Hongkong in der 22-jährigen Geschichte der Liste noch nie positioniert. Eine aktualisierte Fassung vom Juli, die überarbeitete ESG-Daten enthielt, brachte Lenovo den Sprung unter die ersten Fünf. Die Auszeichnung würdigt die operative Widerstandsfähigkeit und strategischen Fortschritte im globalen Netzwerk des Unternehmens.
Diese Stärke zeigt sich auch im Markt: Lenovo führt die weltweite PC-Rangliste an. Der Abstand zum schärfsten Konkurrenten ist so groß wie seit 15 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig trägt die Integration der Infrastruktur-Sparte ISG zur Beschleunigung des Geschäfts bei – mit Rekord-Betriebsergebnis und -Marge.
Quadratmilliarden-Verlust der letzten Woche
Die Aktie notierte am Dienstag bei 2,34 Euro. Das sind 10,5 Prozent weniger als vor einer Woche und knapp 14 Prozent unter dem Niveau von vor 30 Tagen. Der RSI von 46,9 signalisiert leichte Schwäche, aber keine Panik. Gleichzeitig liegt der Börsenwert 150 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 0,93 Euro aus dem Januar. Der Kurs gab also nur einen Teil der spektakulären Rally seit Jahresstart (+122 Prozent) wieder ab.
Analysten bleiben zuversichtlich. Grund ist der starke Jahresabschluss 2025/26. Im vierten Quartal verzeichnete Lenovo das schnellste Wachstum seit fünf Jahren. KI-bezogene Umsätze machten 38 Prozent des Konzernumsatzes aus – mit einem Plus von 84 Prozent zum Vorjahr. Die Sparte ISG erzielte erstmals einen Jahresgewinn: 19,2 Milliarden Dollar Umsatz und 73 Millionen Dollar operativer Gewinn.
Der Konzern setzt auf KI-fähige PCs und eine „Hybride-KI“-Strategie – persönliche KI-Geräte für Privatkunden, KI-Lösungen für Unternehmen. Das Portfolio umfasst Hardware, Infrastruktur, Software und Dienstleistungen. Die Hoffnung: höhere Margen und weiteres Wachstum aus eigener Kraft.
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