Lenovo hat gestern an der Börse 4,4% gewonnen. Heute legten die Aktien im Umfeld einer breiteren Rally von Technologie- und KI-Hardwarewerten in Hongkong zu. Medienberichten zufolge stützte die Begeisterung für das KI-Thema auch weltweit Technologieaktien.

Refinanzierung und Patentklage

Bloomberg berichtete am 21. Oktober unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Lenovo strebe einen Kredit über US$2 Milliarden an. Die geplante Laufzeit betrage fünf Jahre; das Darlehen solle eine frühere Kreditfazilität refinanzieren.

Als vorgeschlagene Kondition nannte der Bericht einen Aufschlag von 75 Basispunkten auf den Referenzzinssatz SOFR. Eine endgültige Kreditsumme oder einen Abschluss der Finanzierung bestätigte Bloomberg dabei nicht.

Daneben steht Lenovo vor einer Patentklage von GenghisComm Holdings in Texas. Medienberichten vom 22. Oktober zufolge macht das Unternehmen sieben Patente geltend. Diese betreffen die Mobilfunkstandards 4G und 5G.

KI-Angebot für Unternehmen ausgebaut

Lenovo teilte am 22. Oktober mit, seine AI Library um validierte KI-Anwendungsfälle für Unternehmen erweitert zu haben. Dabei verwies der Konzern auf eine Analyse von Signal65 zu den Kosten seiner vor Ort betriebenen Hybrid AI Factories.

Nach Unternehmensangaben könnten diese Systeme bei voller Auslastung die Kosten je Token um bis zu 70% senken. Als Vergleich dienten dabei die API-Preise von Hyperscale-Anbietern. Die genannte Einsparung ist damit an eine volle Auslastung der Systeme und diesen konkreten Preisvergleich gebunden.

Bereits am 21. Oktober hatte SentinelOne eine erweiterte Partnerschaft mit Lenovo angekündigt. Demnach sollen die KI-Sicherheits- und Governance-Funktionen von SentinelOne in Lenovos ThinkShield-Portfolio aufgenommen werden. Die angekündigte Erweiterung betrifft damit Sicherheitsfunktionen innerhalb dieses Portfolios.