Lenovo geriet gestern im Umfeld eines breiten Ausverkaufs von KI- und Technologieaktien unter Druck. Die Aktie fiel um 10%, während Anleger die Ausgaben für KI-Infrastruktur und regulatorische Risiken neu bewerteten. Die Bewegung fiel damit in eine Phase, in der auch die Berichterstattung zum Hongkonger Markt auf Belastungen durch den US-Technologiesektor verwies.

US-Technologieschwäche belastet das Umfeld

Reuters berichtete gestern, dass US-Technologieaktien auf ihren stärksten Rückgang seit Juni zusteuerten. Medienberichte zum Handel in Hongkong beschrieben ein Übergreifen dieser Schwäche auf den dortigen Markt. Die Neubewertung von Investitionen in KI-Infrastruktur und regulatorischen Risiken bildete dabei den sektorweiten Hintergrund, nicht eine von Lenovo veröffentlichte Unternehmensnachricht.

Eine konkrete Personalentscheidung gab Lenovo gestern bekannt: Amar Babu wurde zum General Manager der Mobile Business Group und zum Global President von Motorola ernannt. Die Ernennung wird zum 1. Januar 2027 wirksam. Damit sind die Bekanntgabe der Entscheidung und der Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens zeitlich voneinander zu unterscheiden.

Als nächster Ergebnistermin ist der 19. November 2026 vorgesehen. Lenovo soll dann die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 veröffentlichen.

Sicherheitsfrage bei ThinkPlus-Speicher

Daneben gibt es Medienberichte über Sicherheitsbedenken beim Fingerabdruck-USB-Speicher ThinkPlus FU100. Ein Forscher stellte demnach fest, dass die beworbene AES-256-Schutzfunktion die auf der internen SD-Karte gespeicherten Dateien nicht verschlüsselte.

Die Beanstandung betrifft damit konkret die Verschlüsselung der auf diesem internen Speichermedium abgelegten Dateien. Lenovo hatte zu dem Produkt im Januar einen Sicherheitshinweis und Korrekturen veröffentlicht. Die Berichte über die Untersuchung griffen die Sicherheitsfrage des USB-Speichers erneut auf.