Steigende Öl- und Gaspreise sowie schwache internationale Technologiewerte belasteten am Freitag laut dpa-AFX die Wiener Börse. In diesem schwachen Marktumfeld fiel auch die Lenzing-Aktie um 2,5%. Sie beendete den Handel bei 10,80 €.

Kapitalmaßnahmen prägen den Unternehmenshintergrund

Lenzing meldete am Freitag nach der Kapitalerhöhung insgesamt 73.374.542 Stimmrechte und ein neues Grundkapital von EUR 76.204.702,90. Die Änderung ist seit dem 22. Oktober wirksam.

Die abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben einen Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. Insgesamt gab Lenzing 34.756.362 neue Aktien aus. Laut ORF lag der Ausgabepreis bei EUR 8,65 je Aktie.

Im Bezugsangebot zeichneten die Aktionäre nach Unternehmensangaben 34.411.626 Aktien. Die nicht bezogenen Aktien verkauften die Konsortialbanken am Markt. Dem ORF zufolge zeichneten bestehende Aktionäre damit 99 Prozent der neuen Aktien.

Nach der Kapitalerhöhung hielt das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano S.A. laut Lenzing weiterhin rund 52,25 Prozent der Stimmrechte. Suzano Holding S.A. erwarb im Zuge der Kapitalerhöhung direkt rund 0,80 Prozent an Lenzing. Für Goldman Sachs Group meldete das Unternehmen einen Anteil von 5,86 Prozent der Aktien.

Analystenziel und Quartalsbericht

Am Mittwoch senkte die Deutsche Bank Medienberichten zufolge ihr Kursziel für Lenzing von EUR 22,00 auf EUR 12,70. Die Einstufung beließ das Analysehaus auf „Halten“.

Als nächster bestätigter Unternehmenstermin steht die Veröffentlichung des Berichts zum dritten Quartal 2026 an. Lenzing hat dafür den 5. November 2026 angekündigt; der Finanzkalender nennt ein Zeitfenster von 15:00 bis 16:00 MEZ.