Leonardo hat am Donnerstag seine Auftragsprognose für das laufende Jahr von 28,2 auf 29,5 Milliarden Euro angehoben. Die Ziele für Umsatz und EBITA blieben dagegen unverändert. Laut Reuters konzentrierten sich Anleger nach den Neunmonatszahlen auf diese begrenzte Prognoseanhebung; die Aktie geriet trotz kräftigen Geschäftswachstums unter Druck.

Wachstum ohne höhere Ergebnisziele

Leonardo hält an einem Umsatzziel von 22,1 Milliarden Euro fest. Beim EBITA erwartet das Unternehmen weiterhin 2,21 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Leonardo einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das EBITA erreichte 1,3 Milliarden Euro und stieg damit um 38 Prozent. Den bereinigten Nettogewinn bezifferte Leonardo auf 812 Millionen Euro.

Die Auftragseingänge erhöhten sich um 28 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro. Diese Entwicklung begleitete die Anhebung des Auftragsausblicks, während die übrigen Jahresziele bestehen blieben.

Reuters zufolge belastete am Donnerstag zusätzlich die Prognosesenkung von Rheinmetall die europäischen Rüstungswerte. Am Freitag verlor die Leonardo-Aktie weitere 1,2%. Damit folgte auf die negative Reaktion auf die Geschäftszahlen ein weiterer Handelstag mit Verlusten.

Gespräche über Aerostruktur-Gemeinschaftsunternehmen

Bei den Aerostrukturen gingen die Verluste laut einem Reuters-Bericht vom Donnerstag zurück. Zugleich setzte Leonardo die Gespräche über ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen für diesen Geschäftsbereich fort.

Finanzchef Giuseppe Aurilio erklärte Reuters zufolge, Leonardo erwarte im März eine Aktualisierung seines eigenständigen Plans für das Geschäft.

Der veröffentlichte Finanzkalender sieht für den 3. März 2027 die Jahresergebnisse 2026 und die Genehmigung des Industrieplans vor. Die Ergebnisse zum ersten Quartal sollen am 4. Mai folgen.