Leonardo rückt im europäischen Rüstungssektor nach vorn. Die Analysten von Jefferies stufen den italienischen Konzern nun als ihren neuen Favoriten ein. Starke Verteidigungsportfolios und frische NATO-Aufträge treiben die Stimmung.
Die Hochstufung von „Halten“ auf „Kaufen“ erfolgte am 10. Juli 2026. Das Analysehaus sieht in der breiten Aufstellung von Leonardo einen klaren Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Zuletzt schloss das Papier bei 51,99 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie damit ein Plus von 11,26 Prozent.
Neue Aufträge aus Brüssel
Ein Konsortium aus Leonardo und Thales sicherte sich jüngst einen Vertrag der NATO-Agentur NCIA. Die Unternehmen liefern künftig gesicherte Kommunikationssysteme für Spezialkräfte. Flankierend dazu plant Italien massive Investitionen. Das Heimatland von Leonardo will die Militärausgaben in den nächsten zwei Jahren um rund 17 Milliarden Euro erhöhen.
Der Auftragsbestand des Konzerns summiert sich mittlerweile auf 46,6 Milliarden Euro. Diese Summe bietet eine solide Basis für künftiges Umsatzwachstum. Das Unternehmen ist an zentralen Projekten wie dem Global Combat Air Programme beteiligt. Hinzu kommen Sparten wie Hubschrauber, Cyber-Sicherheit und Elektronik.
Rückkäufe stützen den Kurs
Leonardo nutzt die aktuelle Marktlage für Aktienrückkäufe. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli erwarb der Konzern 880.000 eigene Anteile. Dafür flossen etwa 41,2 Millionen Euro aus der Kasse. Die Papiere sind für Mitarbeiterprogramme und langfristige Anreize vorgesehen.
Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf die Bilanz. Der Verwaltungsrat verabschiedet noch im Juli den Halbjahresbericht. Mit einem Kurs von rund 52 Euro notiert die Aktie aktuell knapp über ihrem 50-Tage-Schnitt von 51,45 Euro.
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