Leonardo Aktie: Zwei Transportflugzeuge für Rumänien

Rumänien ordert zwei Transportflugzeuge bei Leonardo. Der Rüstungskonzern meldet zudem starke Quartalszahlen mit Auftragsplus von 31 Prozent.

Leonardo Aktie
Kurz & knapp:
  • Rumänien bestellt zwei C-27J Spartan
  • Auftragseingang steigt um 31 Prozent
  • Operatives Ergebnis wächst um 33 Prozent
  • Aktienrückkauf und Dividende beschlossen

Rumänien rüstet auf – und Leonardo profitiert. Das südosteuropäische Land hat die Lieferung von zwei taktischen Transportflugzeugen des Typs C-27J Spartan fest vereinbart. Der Auftrag für den italienischen Rüstungskonzern passt in ein Bild, das sich seit Monaten abzeichnet: Leonardo wächst, und zwar deutlich.

Neuer Großauftrag aus Bukarest

Das Innenministerium in Bukarest bestellte die „Next Generation“-Variante des Transportflugzeugs. Die Maschinen sind für Katastrophenschutz, medizinische Evakuierungen und humanitäre Einsätze vorgesehen. Finanziert wird der Deal über das EU-Instrument SAFE. Der Auftrag festigt Leonardos Position im osteuropäischen Markt.

Die Luftfahrtsparte des Konzerns hatte bereits in den vergangenen Quartalen zugelegt. Der Rumänien-Deal gibt nun weiteren Schub.

Auftragswelle beschleunigt sich

Die Zahlen zum ersten Quartal 2026 zeigen die Dynamik. Neue Aufträge im Wert von rund neun Milliarden Euro gingen ein – ein Plus von 31 Prozent zum Vorjahr. Der gesamte Auftragsbestand kletterte auf 57 Milliarden Euro. Das entspricht einem Polster für Jahre.

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Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte noch stärker zu: Das EBITA schnellte um 33 Prozent nach oben auf 281 Millionen Euro. Management und Analysten sehen den Konzern auf einem soliden Wachstumspfad, getragen von operativer Exzellenz und Zukäufen.

Im Frühjahr übernahm Leonardo den Rüstungsbereich von Iveco für rund 1,6 Milliarden Euro. Die Integration läuft.

Kapital für Aktionäre

Parallel zur Expansion bedient der Konzern seine Aktionäre. Ein Rückkaufprogramm von bis zu zwei Millionen Aktien läuft. Hinzu kommt die Dividende von 0,63 Euro je Aktie. Der Ex-Tag liegt im Juni.

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Die Leonardo-Aktie notiert am Montag bei 53,70 Euro, ein knappes Prozent unter dem Freitagsschluss. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp fünf Prozent. Allerdings liegt der Kurs rund 17 Prozent unter dem März-Hoch von 64,44 Euro. Die Aktie notiert knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt, aber über der 200-Tage-Linie. Der RSI von 50,7 signalisiert eine neutrale Lage.

Rückenwind vom Markt

Das Marktumfeld spricht für Leonardo. Hohe europäische Verteidigungsausgaben befeuern die Nachfrage. Die Ratingagenturen reagierten: Moody’s hob das Rating an, S&P setzte den Ausblick auf positiv. Hinzu kommt die hauseigene Strategie: Mit dem 2030-Plan will Leonardo seine Plattformen digitalisieren und die europäische Lieferkette konsolidieren.

Der Rumänien-Auftrag ist Teil einer Serie positiver Entwicklungen. Der Konzern verfügt über einen vollen Auftragsbestand, eine gestärkte Bilanz und ein klares strategisches Ziel. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Leonardo die Dynamik halten kann.

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