Mit einer massiven Investitionsoffensive stellt LG Electronics die Weichen für die Zukunft. Auf der CES 2026 in Las Vegas präsentierte der südkoreanische Konzern seine KI-Strategie – und CEO Lyu Jae-chul kündigte einen tiefgreifenden Konzernumbau an. Die Botschaft ist klar: LG will nicht nur mithalten, sondern die Konkurrenz abhängen.
Die Zahlen sind beeindruckend: Über 40 Prozent mehr Budget für zukunftsträchtige Bereiche hat der Konzern für 2026 eingeplant. Das Geld fließt gezielt in KI-gesteuerte Smart Homes, Robotik, Kühlsysteme für KI-Rechenzentren und intelligente Fabriksysteme. Ein Teil der Mittel stammt aus dem Börsengang der indischen Tochtergesellschaft.
Haushaltsroboter und sprechende Kühlschränke
Herzstück der CES-Präsentation war der LG CLOiD, ein Haushaltsroboter, der live demonstrierte, wie er Mahlzeiten plant, ältere Menschen betreut und die Wäsche organisiert. Die Maschine verfügt über präzise Fingerfertigkeit und ist in die ThinQ-Plattform von LG integriert.
Doch das ist nur der Anfang. LG stattet seine Premium-Kühlschränke der SIGNATURE-Reihe mit KI-Sprachassistenten aus, die auf großen Sprachmodellen basieren. Kameras im Inneren erkennen Lebensmittel, schlagen Rezepte vor und empfehlen Ersatzzutaten. Der KI-gesteuerte Backofen identifiziert über 80 Gerichte automatisch und meldet per App, wenn das Brot den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.
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Portfolio-Umbau zeigt Wirkung
Was CEO Lyu als „Drei-Säulen-Strategie“ bezeichnet, läuft bereits auf Hochtouren. Der Anteil wachstumsstarker Geschäftsbereiche am Gesamtumsatz kletterte von 29 Prozent (2021) auf 45 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025. Noch dramatischer der Gewinnbeitrag: Von mageren 21 Prozent auf beachtliche 90 Prozent im selben Zeitraum.
Das Fahrzeuggeschäft steuert auf Rekordergebnisse zu, getrieben von der Nachfrage nach Software-definierten Fahrzeugen. Die HVAC-Sparte positioniert sich im Markt für KI-Rechenzentren-Kühlung. Und die Smart-Factory-Lösungen sicherten sich 2025 Aufträge im Wert von 500 Milliarden Won – nur zwei Jahre nach der Markteinführung.
Vom Hardware-Verkäufer zum Plattform-Anbieter
LG verschiebt systematisch seinen Schwerpunkt weg von reiner Hardware. Das Abo-Modell für Haushaltsgeräte knackte die Marke von 2 Billionen Won Jahresumsatz. Die webOS-Plattform läuft mittlerweile auf über 260 Millionen Geräten weltweit und wächst zweistellig. Sogar das Direct-to-Consumer-Geschäft zieht an: Die Online-Verkäufe stiegen im November 2025 – befeuert durch Black Friday – um über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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KI-Transformation als Produktivitätshebel
Lyu setzt auf „AX“ – AI Transformation – als Gegenentwurf zur klassischen Digitalisierung. Statt einzelne Prozesse zu optimieren, will LG durchgängige, KI-gesteuerte Arbeitsabläufe etablieren. Ziel: 30 Prozent mehr Produktivität binnen zwei bis drei Jahren.
Der interne Chatbot LGenie entwickelt sich zur unternehmensweiten KI-Agentenplattform, basierend auf dem hauseigenen EXAONE-Modell und verknüpft mit Microsoft Azure AI, OpenAI und Google Gemini. Die Technologie kommt bereits in Entwicklung, Vertrieb, Lieferkette und Marketing zum Einsatz.
Geschwindigkeit als Überlebensfrage
„Die Paradigmen von Industrien und Wettbewerb verschieben sich in nie dagewesenem Tempo“, warnte CEO Lyu am 7. Januar 2026 vor koreanischen Medien in Las Vegas. Mit anderen Worten: Wer nur mithält, verliert. LG hat deshalb eine „Innovation Drive Division“ geschaffen, die direkt an den CEO berichtet und Durchbruchziele in Produktqualität, Kostenstruktur und Liefergeschwindigkeit überwacht.
Die Strategie ist klar umrissen: Fundamentale Wettbewerbsfähigkeit stärken, Portfolio-Umbau beschleunigen, profitables Wachstum absichern. Ob das reicht, um im gnadenlosen Wettbewerb mit Samsung, Sony und chinesischen Rivalen zu bestehen? Die kommenden Quartale werden es zeigen.
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