Lifco Aktie: Solides Wachstum durch Zukäufe

Der schwedische Industriekonzern Lifco steigerte 2025 Umsatz und Gewinn deutlich, angetrieben durch eine aggressive Akquisitionsstrategie mit 17 Übernahmen. Die finanzielle Stärke ermöglicht eine höhere Dividende.

Lifco Ab B Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und operatives Ergebnis wachsen im Jahresvergleich
  • 17 Übernahmen im Jahr 2025 treiben Expansion voran
  • Starker operativer Cashflow und solide Bilanz
  • Dividende wird für Aktionäre erhöht

Der schwedische Industriekonzern Lifco hat am 30. Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und liefert dabei ein Bild kontinuierlicher Expansion. Der Umsatz kletterte im Gesamtjahr um 8,1 Prozent auf 28,25 Milliarden Schwedische Kronen, das operative Ergebnis (EBITA) legte um 6,8 Prozent auf 6,32 Milliarden Kronen zu. Der Gewinn je Aktie stieg sogar um zehn Prozent auf 8,00 Kronen.

Allein im Schlussquartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 7,53 Milliarden Kronen – ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das EBITA kletterte um 5,2 Prozent auf 1,72 Milliarden Kronen, während die EBITA-Marge mit 22,8 Prozent nahezu stabil blieb. Der Nettogewinn im vierten Quartal wuchs um sieben Prozent auf 1,05 Milliarden Kronen.

17 Übernahmen in einem Jahr

Hinter diesen Zahlen steckt vor allem eine aggressive Akquisitionsstrategie. Lifco schloss 2025 insgesamt 17 Übernahmen ab, die zusammen ein geschätztes EBITA von 598 Millionen Kronen beisteuerten. Der Gesamtwert dieser Zukäufe belief sich auf 3,91 Milliarden Kronen. CEO Per Waldemarson betonte, man wolle gezielt Unternehmen erwerben, die man „für immer besitzen“ könne – eine langfristige Philosophie, die den Kern der Lifco-Strategie bildet.

Organisch wuchs der Konzern im Gesamtjahr um 4,2 Prozent, im vierten Quartal um 3,8 Prozent. Währungseffekte wirkten bremsend, konnten das Wachstum aber nicht gefährden.

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Gemischte Performance der Sparten

Die drei Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Der Bereich Dental, der 20 Prozent zum Gesamt-EBITA beisteuert, steigerte seine Marge auf 21,0 Prozent nach 20,7 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz stagnierte allerdings nahezu bei 6,33 Milliarden Kronen.

Die Sparte Demolition & Tools verzeichnete die stärkste Margenverbesserung: Sie kletterte auf 24,9 Prozent nach 23,9 Prozent. Der Umsatz wuchs um 4,9 Prozent auf 6,76 Milliarden Kronen.

Systems Solutions, mit 54 Prozent der größte Ergebnisträger, legte beim Umsatz um 13,2 Prozent auf 15,16 Milliarden Kronen zu. Die EBITA-Marge schrumpfte allerdings von 24,1 auf 23,0 Prozent – möglicherweise eine Folge von Integrationskosten.

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Cashflow und Bilanzstärke als Fundament

Besonders beeindruckend: Der operative Cashflow schoss um 10,7 Prozent auf 5,12 Milliarden Kronen nach oben. Der freie Cashflow je Aktie erreichte 9,8 Kronen – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 22 Prozent seit dem Börsengang 2014.

Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA liegt bei 1,1 – deutlich unter der Zielspanne von 2 bis 3. Diese finanzielle Flexibilität gibt Lifco Spielraum für weitere Zukäufe. Die Dividende soll von 2,4 auf 2,7 Kronen je Aktie steigen.

Ausblick mit Vorsicht

Für die Zukunft peilt Lifco weiterhin ein organisches EBITA-Wachstum über dem BIP-Wachstum der relevanten Märkte an. Die Eigenkapitalrendite (ROCE) soll über 50 Prozent bleiben. Herausforderungen sieht das Management in Währungsschwankungen, unterschiedlichen Marktbedingungen und Margenschwankungen – besonders in Großbritannien und Nordamerika.

Zusätzlich zur Übernahme von Ethoss Regeneration, einem britischen Anbieter von Knochentransplantationsmaterial für die Zahnmedizin mit einem Umsatz von 5,4 Millionen Pfund, plant Lifco die Integration im ersten Quartal 2026. Ein weiterer Baustein in der Wachstumsstrategie des schwedischen Nischenspezialisten.

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Über Felix Baarz 1644 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.