Arbeitsmarktdaten treiben Standardwerte an

Die Aktie von Linde verbuchte am Freitag ein Kursplus von 2,0 % und ging bei 426,00 Euro aus dem Handel. Für die Aufwärtsbewegung gab es keinen unternehmensspezifischen Anlass. Ausschlaggebend war vielmehr das freundliche Klima an den US-Börsen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sorgten schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten für September für Erleichterung unter den Investoren. An den Märkten schwanden damit die Sorgen vor einer baldigen weiteren Zinserhöhung durch die Federal Reserve. Diese Entspannung stützte den Gesamtmarkt und verlieh auch Aktien aus dem Materialsektor Rückenwind.

Zukauf in Indien stärkt Gasgeschäft

Abseits der Zinsdiskussion setzt der Konzern seine operative Entwicklung in Asien fort. Am 30. September schloss Linde India den Erwerb von zwei Luftzerlegungsanlagen von Tata Steel ab. Die Einheiten weisen eine Tageskapazität von je 1.800 Tonnen auf. Zeitgleich begann die Belieferung des Stahlherstellers mit Industriegasen aus der Anlage Kalinganagar Phase II.

Analysten korrigieren Kursziel nach unten

Auf Analystenseite gab es zuletzt eine Neubewertung. Das Analysehaus Argus Research senkte am 28. September das Kursziel für Linde von 563 $ auf 538 $. Trotz der reduzierten Zielmarke stuften die Experten die Aktie weiterhin mit einer Kaufempfehlung („Buy“) ein.

Vor gut drei Wochen hatte KeyCorp das Papier auf „Strong-Buy“ heraufgestuft, woraufhin die Notierung um 6,0 % zulegen konnte. Belastet worden war die Stimmung hingegen vor über einem Monat, als der Ausblick des Konzerns auf das dritte Quartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben war.

Jahresplus festigt sich

Durch den Zuwachs am Freitag verbessert sich das Bild für die Anteilseigner weiter. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 18 %. Die jüngste Kursbewegung verdeutlicht, wie eng die Notierung des Industriegaseherstellers an die Zinserwartungen und die allgemeine Stimmung an den US-Leitmärkten gekoppelt bleibt.