Lloyds Banking Group hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt, die aufhorchen lassen. Der Gewinn vor Steuern kletterte 2025 um satte 12 Prozent auf 6,7 Milliarden Pfund – deutlich über den Erwartungen der Analysten, die mit 6,4 Milliarden gerechnet hatten. Verantwortlich für den Anstieg: höhere Erträge, die fast eine Milliarde Pfund an Entschädigungskosten für falsch verkaufte Autokredite mehr als wettmachten.
Die britische Großbank hebt dabei nicht nur die aktuellen Ergebnisse hervor, sondern schraubt auch die Ziele nach oben. Für 2026 peilt CEO Charlie Nunn nun eine Eigenkapitalrendite von über 16 Prozent an – zuvor lag das Ziel bei 12 Prozent für 2025. Eine bemerkenswerte Steigerung, die das Vertrauen in die eigene Strategie unterstreicht.
Milliarden für die Anleger
Was bedeutet das konkret für Aktionäre? Lloyds kündigt ein Aktienrückkaufprogramm über 1,75 Milliarden Pfund an. Zusammen mit den Dividenden kommt die Bank auf Ausschüttungen von insgesamt 3,9 Milliarden Pfund für das Jahr 2025. Die finale Dividende liegt bei 2,43 Pence je Aktie, womit sich die Gesamtdividende auf 3,65 Pence beläuft – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Künftig will die Bank überschüssiges Kapital zusätzlich zur regulären Dividende halbjährlich überprüfen und ausschütten. Ein Signal, das bei Anlegern gut ankommen dürfte.
Starkes Kerngeschäft treibt Wachstum
Die Nettozinserträge stiegen um 6 Prozent auf 13,6 Milliarden Pfund. Die Zinsmarge im Bankgeschäft verbesserte sich im Jahresvergleich um 11 Basispunkte auf 3,06 Prozent – allein im vierten Quartal legte sie um weitere 4 Basispunkte auf 3,10 Prozent zu. Gleichzeitig wuchsen die durchschnittlichen zinsbringenden Aktiva auf 462,9 Milliarden Pfund.
Das Kreditvolumen kletterte um 22 Milliarden Pfund (5 Prozent) auf 481,1 Milliarden Pfund. Den größten Beitrag lieferte das Retail-Geschäft mit einem Plus von 18,8 Milliarden Pfund, während Commercial Banking 2,7 Milliarden beisteuerte. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 13,8 Milliarden auf 496,5 Milliarden Pfund.
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Aggressive Prognose für 2026
Für das laufende Jahr zeigt sich Lloyds optimistisch. Die Bank erwartet Nettozinserträge von rund 14,9 Milliarden Pfund und eine Kosten-Ertrags-Relation unter 50 Prozent. Die Eigenkapitalrendite soll erstmals über 16 Prozent klettern, während die Kapitalbildung mehr als 200 Basispunkte erreichen soll.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag Ende 2025 bei 13,2 Prozent – nach Berücksichtigung der erhöhten Dividende und des angekündigten Rückkaufs. Für 2026 strebt die Bank eine Quote von rund 13,0 Prozent an. Die risikogewichteten Aktiva stiegen im Jahresverlauf um 10,9 Milliarden auf 235,5 Milliarden Pfund.
Nunn kündigte an, im Juli weitere Details zur Strategie nach 2026 zu präsentieren. Die bisherigen strategischen Initiativen brachten 2025 bereits zusätzliche Erträge von 1,4 Milliarden Pfund ein – für Ende 2026 rechnet die Bank nun mit rund 2 Milliarden statt der ursprünglich geplanten 1,5 Milliarden.
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