Lockheed Martin hat gestern Pläne für eine eigene Wartungseinrichtung für PAC-3-Raketen in Polen angekündigt. Nach Unternehmensangaben soll der Standort Reparaturen, Überholungen, die Betreuung über den Lebenszyklus und die erneute Zertifizierung übernehmen.

Die geplante Einrichtung richtet sich damit auf die Instandhaltung der Raketen und ihre weitere Nutzung. Lockheed Martin will dafür in Polen einen eigens auf diese Aufgaben ausgerichteten Standort etablieren.

Höhere Jahresziele nach Umsatzwachstum

Am 22. Oktober hob Lockheed Martin nach Vorlage seiner Quartalszahlen die Jahresprognose an. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 80–82 Milliarden $. Den freien Mittelzufluss veranschlagt es auf 7,8–8,0 Milliarden $.

Die Prognose für den verwässerten Gewinn je Aktie erhöhte Lockheed Martin auf 30,35–30,75 $. Grundlage des angehobenen Ausblicks waren die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026.

Der Quartalsumsatz stieg um 11 % auf 20,711 Milliarden $. Der Nettogewinn erreichte 1,8 Milliarden $.

Je Aktie verdiente Lockheed Martin 7,97 $. Zugleich meldete das Unternehmen mit 292,0 Milliarden $ einen Rekordauftragsbestand.

F-35-Rahmen bleibt unter Finanzierungsvorbehalt

Ebenfalls am 22. Oktober stellten Lockheed Martin und das US-Kriegsministerium einen zehnjährigen Rahmen für das F-35-Programm vor. Er umfasst 850 Flugzeuge für die USA sowie internationale Bestellungen.

Zum vorgesehenen Umfang gehören außerdem die zugehörigen Erstersatzteile, zehn Jahre an Modifikationssätzen und die Unterstützung des Betriebs. Der Rahmen deckt die Fertigungslose 21–30 ab; vorgesehen ist eine Produktionsrate von 156 Flugzeugen jährlich.

Die formalen Vertragsbedingungen, Preise und Zeitpläne stehen allerdings unter Vorbehalt. Sie hängen von der Ermächtigung zu mehrjährigen Beschaffungen und der Bewilligung der Haushaltsmittel ab.