Der Schweizer Computerzubehörhersteller liefert überraschend starke Zahlen ab. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Umsatz um 6 Prozent auf 1,42 Milliarden US-Dollar – und damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Noch bemerkenswerter: Der bereinigte Gewinn je Aktie schoss auf 1,93 Dollar, ein klarer Sprung von 1,32 Dollar im Vorjahresquartal. Die operative Marge erreichte dabei Rekordniveaus außerhalb der Pandemiejahre 2021 und 2022.
Was steckt hinter diesem Aufschwung? Vor allem zwei Faktoren treiben das Wachstum. Zum einen boomt das Geschäft mit Videokonferenz-Equipment – Webcams, Mikrofone und Lautsprecher sind weiterhin gefragt. Zum anderen zeigt sich eine unerwartet hohe Nachfrage aus dem Bildungssektor: Schulen kaufen verstärkt Tastaturen und Tablet-Hüllen. Parallel dazu zahlt sich die straffere Kostenkontrolle aus.
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Zolldruck und Produktionsverlagerung
Doch wie geht das Unternehmen mit den Herausforderungen durch Handelszölle um? Logitech hat bereits reagiert und Preise in den USA um rund 10 Prozent angehoben. Gleichzeitig verlagerte man die Produktion: Der Anteil der US-gebundenen Waren, die in China hergestellt werden, sank auf unter 10 Prozent. Diese Strategie mindert die Abhängigkeit von amerikanischen Zöllen erheblich.
Analysten bleiben dennoch vorsichtig. Morgan Stanley stuft die Aktie weiter als „Untergewichten“ ein und verweist auf Unsicherheiten im PC- und Gaming-Markt für die kommenden zwölf Monate. Über 50 Prozent der Einnahmen hängen direkt am PC-Markt, weitere 30 Prozent am Gaming-Sektor – beide könnten bei steigenden Preisen und schrumpfenden Hardware-Budgets unter Druck geraten.
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Ausblick gibt Hoffnung
Für das vierte Quartal rechnet das Management mit Erlösen zwischen 1,07 und 1,09 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 6 bis 8 Prozent entsprechen würde. Das bereinigte operative Ergebnis soll bei 155 bis 165 Millionen Dollar landen. Für das Gesamtjahr peilt man Umsätze zwischen 4,82 und 4,84 Milliarden Dollar an – minimal über dem Analystenkonsens von 4,815 Milliarden.
Ein positiver Aspekt: Logitech sieht sich kaum von der aktuellen Knappheit bei Speicherchips betroffen. Nur ein kleiner Teil des Video-Collaboration-Portfolios nutzt DRAM, ansonsten besteht praktisch keine direkte Abhängigkeit. Die Aktie reagierte nach Veröffentlichung der Zahlen zunächst uneinheitlich und schwankte im frühen Handel.
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