London Stock Exchange Aktie: Marktführer bestätigt!

Der aktivistische Investor Elliott drängt die LSE zu einer Portfolioprüfung und Aktienrückkäufen, verzichtet aber auf eine Zerschlagung. Der Börsenbetreiber legte solide Jahreszahlen vor.

London Stock Exchange Aktie
Kurz & knapp:
  • Elliott fordert Prüfung des Portfolios und Aktienrückkäufe
  • LSE-Aktie erholt sich nach positiven Nachrichten
  • Solide Jahreszahlen mit gesteigerter Dividende
  • CEO Schwimmer sieht KI-Partnerschaft als Wachstumstreiber

Der Börsenbetreiber und Finanzdatenanbieter London Stock Exchange (LSE) steht unter Druck. Die Aktie verlor 2025 rund ein Fünftel an Wert, im letzten Jahr sogar 30 Prozent. Nun mischt sich der aktivistische Investor Elliott Management ein – allerdings anders als befürchtet.

Keine Zerschlagung geplant

Elliott hat der britischen Regierung versichert, keine Zerschlagung des Konzerns oder eine Verlagerung der Börsennotierung nach New York anzustreben. Das berichtete die Financial Times unter Berufung auf informierte Kreise. Auch ein Spin-off der eigentlichen Börse steht nicht zur Debatte. Stattdessen fordert der Hedgefonds, der rund 80 Milliarden Dollar verwaltet, eine umfassende Portfolioprüfung und einen Aktienrückkauf im Volumen von 5 Milliarden Pfund (5,7 Milliarden Euro).

Die Botschaft scheint anzukommen: Die LSE-Aktie legte nach den Nachrichten um 1,5 Prozent zu. Am Donnerstag, nach Vorlage der Jahreszahlen, ging es sogar mehr als fünf Prozent nach oben.

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Zahlen im Rahmen, Dividende steigt

Die Geschäftszahlen für 2025 fielen solide aus. Die Erlöse kletterten um 5,5 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Pfund. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um neun Prozent auf 4,5 Milliarden Pfund. Beides lag im Rahmen der Analystenschätzungen. Die Dividende soll um 15 Prozent auf 1,5 Pfund je Aktie steigen – etwas mehr als erwartet.

Für 2026 peilt CEO David Schwimmer ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6,5 bis 7,5 Prozent an. Die operative Marge soll um 0,8 bis 1,0 Prozentpunkte zulegen. Zudem kündigte die LSE an, 2026 eigene Aktien für bis zu 3 Milliarden Pfund zurückzukaufen. 2025 waren es 2,1 Milliarden Pfund – ohne nachhaltigen Kurseffekt.

Druck auf Schwimmer wächst

Elliott sieht vor allem bei der Profitabilität Nachholbedarf. Die operative Marge hinke der Konkurrenz hinterher, heißt es aus Kreisen nahe dem Hedgefonds. Eine Quelle nannte zudem Effizienzgewinne durch den internen Einsatz von KI als möglichen Hebel. Elliott drängt Schwimmer außerdem, offensiver gegen die Sorge vorzugehen, KI könne das Geschäftsmodell der LSE bedrohen. Der Ex-Goldman-Banker hatte im Oktober 2025 betont, KI-Modelle könnten die LSE nicht ersetzen, da die Daten nicht einfach aus dem Internet abgreifbar seien.

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Die 2022 geschlossene KI- und Cloud-Partnerschaft mit Microsoft, von Schwimmer als „transformativ“ bezeichnet, soll ab 2025 spürbare Umsätze bringen. Einige Investoren bleiben skeptisch. Stephen Yiu vom Blue Whale Growth Fund, Aktionär seit Dezember 2023, sagte: „Die Partnerschaft hat bisher nicht geliefert.“

Unterbewertete Assets?

Elliott sieht Potenzial in der Indexsparte FTSE Russell und im Clearinggeschäft LCH, die im Konzernverbund unterbewertet sein könnten. Auch eine Teil- oder Komplettveräußerung der 51-Prozent-Beteiligung an Tradeweb, aktuell knapp 13 Milliarden Dollar wert, steht im Raum. UBS-Analysten schätzen den fairen Wert der LSE auf rund 47 Milliarden Pfund – der Börsenwert lag zuletzt bei 39 Milliarden Pfund.

Mehrere Analysten und Aktionäre unterstützen weitere Rückkäufe, stehen größeren Asset-Verkäufen aber skeptisch gegenüber. Ben Needham von Ninety One, ein Top-20-Aktionär, warnte: „Man bekommt kurzfristig einen höheren Aktienkurs. Aber sofortige Befriedigung ist kein Weg, langfristigen Wert zu schaffen.“

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