Lonza legt die Latte höher. Der Pharmazulieferer hat im Vorfeld seines Investorentags neue mittelfristige Finanzziele vorgestellt und gleichzeitig das Jahresziel für 2026 bestätigt. Die Aktie legte darauf um rund 2,5 Prozent zu.

Neue Ziele nach dem Umbau

Mittelfristig peilt der Basler Konzern ein organisches Umsatzwachstum von 10 bis 13 Prozent an. Die Kern-EBITDA-Marge soll im hohen 30er-Bereich liegen. Der Betriebsgewinn soll damit auch künftig schneller wachsen als der Umsatz.

Hinter den Zielen steht der abgeschlossene Umbau. Lonza hat sich zum reinen Auftragsentwickler und -hersteller (CDMO) gewandelt, nach dem Ausstieg aus dem Geschäft mit Kapseln und Gesundheitsinhaltsstoffen und weiteren Verkäufen in den vergangenen zwei Jahren. Konzernchef Wolfgang Wienand spricht von einer stärkeren, enger verzahnten Organisation, die für ihre Kunden liefere.

Auch bei der Kapitalrendite legt das Management eine Messlatte an: Der Ertrag auf das investierte Kapital soll das Zwei- bis Dreifache der durchschnittlichen Kapitalkosten erreichen. Die Umwandlung des Gewinns in freien Cashflow soll sich im Zeitverlauf verbessern. Die Investitionen sollen im mittleren bis hohen Zehnerbereich gemessen am Umsatz schwanken.

Drittes Quartal und Jahresausblick

Das dritte Quartal verlief nach Unternehmensangaben wie erwartet, und zwar über alle Geschäftsplattformen hinweg. Zahlen nannte Lonza dazu nicht.

Für das Gesamtjahr 2026 bleibt es bei einem Umsatzplus von 11 bis 12 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Die Kern-EBITDA-Marge soll bei 33 bis 34 Prozent liegen. Der Mittelwert der Spanne von 33,5 Prozent spiegelt laut Unternehmen Fortschritte bei Effizienz und Wachstumsprojekten wider.

Ein Bremsklotz bleibt der Wechselkurs: Lonza rechnet weiterhin mit einem negativen Effekt von etwa 2 bis 3 Prozent auf das Umsatzwachstum.

Mit dem Investorentag am heutigen Mittwoch bekommt das Management die Bühne, die neuen Ziele zu untermauern. Entscheidend wird dort sein, wie konkret es den Weg zur Marge im hohen 30er-Bereich beschreibt.