L’Oréal Aktie: Aufwärtsbewegung bestätigt

UBS stuft L'Oréal auf Kaufen hoch und setzt Kursziel auf 430 Euro. Die Analysten erwarten eine deutliche Umsatzbeschleunigung und sehen Marktanteilsgewinne in den USA als Treiber.

L'Oréal Aktie
Kurz & knapp:
  • UBS hebt Rating und Kursziel deutlich an
  • Starke Marktanteilsgewinne in den USA
  • Erwartete Umsatzbeschleunigung ab Q4 2025
  • Attraktive Bewertung unter historischem Durchschnitt

Die Schweizer Großbank UBS hat am Freitag ihre Einschätzung für L’Oréal von „Neutral“ auf „Kaufen“ angehoben und das Kursziel von 367 auf 430 Euro erhöht. Das impliziert eine Gesamtrendite von rund 20 Prozent ausgehend vom Schlusskurs von 358,20 Euro am 8. Januar 2026. Die Analysten sprechen von einer „seltenen Kombination günstiger Faktoren“, die erstmals seit mehr als zwei Jahren zusammenkommen.

Nach 15 Monaten unterdurchschnittlichen Wachstums – zwischen dem dritten Quartal 2024 und dem dritten Quartal 2025 lag das vergleichbare Umsatzwachstum bei durchschnittlich nur 3,2 Prozent – erwarten die Analysten nun eine deutliche Beschleunigung. Für das vierte Quartal 2025 prognostiziert UBS ein organisches Wachstum von 6,4 Prozent, für das Gesamtjahr 2026 von 5,8 Prozent. Beide Werte liegen über den Konsensschätzungen von 6,1 respektive 5,1 Prozent.

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Marktanteilsgewinne in den USA werden zum Treiber

Besonders bemerkenswert: Nielsen-Daten zeigen, dass L’Oréal in den USA vier Monate in Folge Marktanteile von über 40 Basispunkten hinzugewann – im jüngsten Monat sogar 80 Basispunkte. In Europa verzeichnete der Konzern bis November 2025 fünf aufeinanderfolgende Monate mit Marktanteilsgewinnen. Nordamerika macht 27 Prozent des Konzernumsatzes aus, China 15 Prozent – zusammen also 42 Prozent der Einnahmen.

Für Nordamerika erwartet UBS im vierten Quartal 2025 ein berichtetes organisches Wachstum von 10,5 Prozent, bereinigt 6,5 Prozent. Für Nordostasien liegt die Prognose bei 4 Prozent, die sich im ersten Quartal 2026 auf 6 Prozent verbessern soll. Der breitere Beauty-Markt wuchs 2025 laut L’Oréal-Schätzungen um etwa 3,5 Prozent – unter dem langfristigen Durchschnitt von 4,3 Prozent. Doch die Dynamik nahm im Jahresverlauf zu: von rund 2 Prozent im ersten Quartal auf etwa 4 Prozent im vierten.

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Risikoprofil verbessert sich deutlich

UBS hebt auch die gesunkenen Risiken hervor. Die Entscheidung, den Anteil an Galderma auf 20 Prozent zu erhöhen, aber weitere Aufstockungen auszuschließen, habe die Unsicherheit über die Kapitalallokation reduziert. Zudem sinkt die Abhängigkeit vom volatilen Duftgeschäft: Parfüms trugen in der zweiten Jahreshälfte 2025 nur noch 24 Prozent zum organischen Wachstum bei, nach 44 Prozent in der ersten Jahreshälfte.

Die Bewertung erscheint attraktiv: Mit dem 26,5-fachen der für 2026 erwarteten Gewinne notiert die Aktie rund 20 Prozent unter ihrem Fünfjahres-Durchschnitt. Das neue Kursziel von 430 Euro impliziert ein KGV von 29,5 – immer noch unter den historischen Durchschnittswerten. UBS erhöhte seine bereinigte Gewinnprognose für 2026 auf 13,57 Euro je Aktie und erwartet, dass die operative Marge 2026 auf 20,5 Prozent steigt.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.