Lufthansa Aktie: 4.000 Stellen gestrichen

Die Lufthansa Group kürzt bis 2030 Tausende Verwaltungsstellen durch KI und erhöht Ticketpreise, während Flugaussetzungen im Nahen Osten verlängert werden.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Massiver Stellenabbau in der Verwaltung bis 2030
  • Verlängerte Flugaussetzungen in Nahost-Region
  • Erhöhte Treibstoffzuschläge für Passagiere
  • Angespannte Tarifverhandlungen mit Kabinenpersonal

Geopolitische Krisen, teurer Treibstoff und schwelende Tarifkonflikte zwingen die Lufthansa Group zum Handeln. Um die anhaltenden operativen Belastungen abzufedern, greift der Vorstand nun tief in die Struktur des Konzerns ein. Bis 2030 sollen Tausende Arbeitsplätze in der Verwaltung weichen, während die Ticketpreise für Passagiere steigen.

Teurer Treibstoff und gesperrte Lufträume

Die Hürden für die Airline-Gruppe bleiben im laufenden Geschäftsjahr hoch. Wegen anhaltender Sicherheitsrisiken und unversicherbarer GPS-Spoofing-Vorfälle im Nahen Osten verlängert der Konzern seine Flugaussetzungen massiv. Während Verbindungen nach Tel Aviv und Dubai bis Ende Mai ruhen, werden Ziele wie Teheran, Beirut oder Amman sogar bis Ende Oktober 2026 komplett aus dem Flugplan gestrichen.

Gleichzeitig schlagen die gestiegenen Beschaffungskosten am Spotmarkt durch. Ab dem heutigen Samstag erheben die Konzerntöchter SWISS und Edelweiss höhere Treibstoffzuschläge, um die Preissteigerungen an die Endkunden weiterzugeben. Die Börse quittiert diese komplexe Gemengelage mit anhaltender Zurückhaltung. Am Freitag rutschte das Papier um 2,38 Prozent auf 7,37 Euro ab, womit sich das Kursminus seit Jahresbeginn auf knapp 14 Prozent ausweitet.

KI ersetzt Verwaltungspersonal

Um die rasant steigenden Kostenstrukturen langfristig in den Griff zu bekommen, setzt das Management den Rotstift in der Zentrale an. Bis zum Jahr 2030 fallen rund 4.000 administrative Stellen weg, vorwiegend in Deutschland. Künstliche Intelligenz, verstärkte Automatisierung und eine zentralisierte IT sollen die wegfallenden personellen Kapazitäten kompensieren.

Parallel dazu sichert sich der Konzern an der Tariffront zumindest teilweise ab. Für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten wurde eine Einigung mit der Gewerkschaft Verdi über 4,65 Prozent mehr Gehalt sowie ein achtjähriger Schutz vor Ausgliederungen erzielt. Beim Kabinenpersonal der Kerngesellschaft und der CityLine bleibt die Lage hingegen angespannt. Die Urabstimmung der Gewerkschaft UFO endete am gestrigen Freitag. Stimmen die Mitglieder für einen Arbeitskampf, droht dem Konzern kurz vor dem Start des Sommerflugplans ein massiver operativer Engpass, der die ehrgeizigen Modernisierungspläne der Flotte vorerst in den Schatten stellen würde.

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