Während Fraport nach über zehn Jahren Bauzeit und 4 Milliarden Euro Investition die Eröffnung seines neuen Terminal 3 für den 23. April 2026 ankündigt, bleibt Lufthansa außen vor. Das hochmoderne Gebäude am Frankfurter Flughafen wird zunächst drei Flugsteige umfassen und jährlich rund 19 Millionen Passagiere abfertigen können – mehr als die meisten deutschen Flughäfen überhaupt zählen.

Der erste Flugsteig G steht bereits seit 2022 fertig, blieb aber wegen der schwachen Nachfrage nach der Corona-Krise ungenutzt. Bis zum Sommer 2026 sollen in vier Wellen die Airlines aus dem sanierungsbedürftigen Terminal 2 umziehen. Doch welche Gesellschaften profitieren vom neuen Glanz?

Konkurrenz zieht ins neue Terminal

Die großen Gewinner sind British Airways, Air France-KLM sowie die arabischen Carrier Etihad und Emirates. Sie alle werden künftig im modernen Terminal 3 operieren, während Lufthansa und ihre Star Alliance-Partner im älteren Terminal 1 verbleiben. Eine Entscheidung, die durchaus strategische Fragen aufwirft: Warum investiert der Heimatflughafen nicht in ein neues Zuhause für seine größte Airline?

Fraport-Chef Stefan Schulte verspricht den ins Terminal 3 einziehenden Gesellschaften reibungslose Abläufe und einen „Wohlfühlfaktor“ durch modernste Ausstattung. Derzeit laufen umfangreiche Tests: Am 21. Januar prüften über 200 Freiwillige Check-in, Sicherheitskontrollen und Passkontrollen. Bis zur Eröffnung werden insgesamt 8.000 Komparsen alle erdenklichen Prozesse durchspielen – an einzelnen Tagen mit bis zu 1.000 Testpersonen gleichzeitig.

Balance an Bord wird zum Thema

Derweil sorgt ein anderes Lufthansa-Thema für Aufmerksamkeit: Warum dürfen Passagiere während des Fluges nicht einfach den Platz wechseln? Lufthansa-Flugbegleiterin Maike Herder erklärte gegenüber BuzzFeed News Deutschland, dass bereits kleine Verschiebungen der Passagiere die Trimmung beeinflussen. Besonders bei Start und Landung ist die Gewichtsverteilung kritisch – der Schwerpunkt wird vor dem Abflug exakt berechnet.

Moderne Maschinen gleichen zwar vieles aus, doch ungeplante Sitzwechsel können im Extremfall die Flugsicherheit gefährden. Zudem nutzen Airlines freie Sitze gezielt, um das Flugzeug optimal auszubalancieren. Ein Wechsel ist erst nach Erreichen der Reiseflughöhe möglich – und nur mit Erlaubnis der Crew.