Der dritte Arbeitskampf in diesem Jahr trifft Lufthansa an einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Mitten im Rückreiseverkehr nach den Osterfeiertagen legte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo heute den Betrieb an den Drehkreuzen Frankfurt und München weitgehend lahm — mit spürbaren Folgen für Passagiere, Flugplan und Börsenkurs.
Massive Ausfälle zum Osterreiseende
Die Dimension des Streiks ist erheblich. In Frankfurt fielen rund 570 Lufthansa-Verbindungen aus, etwa 75 Prozent des geplanten Tagesbetriebs. München strich rund 400 von 500 geplanten Starts. Insgesamt sind nach Schätzungen des Flughafenverbands ADV rund 90.000 Passagiere betroffen.
Lufthansa versucht gegenzusteuern: Ein Sonderflugplan, größere Maschinen auf verbleibenden Strecken und Kapazitäten der Töchter Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Discover Airlines sollen die Schäden begrenzen. Personalvorstand Michael Niggemann bezeichnete den Ausstand als „verantwortungslose Eskalation“ und forderte die Gewerkschaft zur sofortigen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.
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Zwei Konflikte, ein Streik
Hinter dem Arbeitskampf stecken zwei separate Streitpunkte. Bei der Kernmarke geht es um die Manteltarifverhandlungen für rund 19.000 Flugbegleiter — Ufo wirft dem Management vor, trotz mehrerer Verhandlungsrunden kein abschlussfähiges Angebot vorzulegen.
Bei der Regionaltochter CityLine geht es um mehr als Gehalt. Der Flugbetrieb soll planmäßig 2027 eingestellt werden; als Nachfolger wurde bereits Lufthansa City Airlines aufgebaut, die mit bis zu 40 Prozent niedrigerer Kostenstruktur operieren soll. Die rund 800 CityLine-Beschäftigten fordern einen Sozialplan. Dass knapp 99 Prozent von ihnen für den Streik stimmten, zeigt die Tiefe des Konflikts.
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Die Aktie reagierte mit einem Minus von rund 3,5 Prozent auf 7,84 Euro. Das ist schmerzhaft, aber kein Ausreißer — der Titel notiert damit bereits rund 8 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.
Profitabilität im Sommer auf dem Spiel
Das eigentliche Problem ist die Wiederholung. Einzelne Streiktage lassen sich operativ abfedern. Eine Serie von Arbeitskämpfen durch das erste Halbjahr hingegen belastet Planungssicherheit und Marge — ausgerechnet vor dem für Lufthansa wichtigsten Buchungsquartal des Jahres.
Solange keine Einigung in Sicht ist, bleibt der Druck auf den Kurs strukturell. Eine kurzfristige Annäherung war bis Freitagnachmittag nicht absehbar.
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