Ein Milliarden-Angebot aus den USA mischt den europäischen Luftraum auf. Der Investor Castlelake greift nach dem britischen Billigflieger Easyjet. Davon profitiert parallel dazu die Aktie der Lufthansa.
Milliarden-Offerte für Easyjet
Der US-Investor Castlelake bietet 6,90 Pfund je Aktie für den britischen Konkurrenten. Das entspricht einer Bewertung von rund 6,1 Milliarden Euro. Easyjet hat dem Angebot im Grundsatz bereits zugestimmt.
Die Folge: Eine Zerschlagung des Billigfliegers ist möglich. Dabei könnten Flotte, Urlaubsgeschäft und Landerechte getrennt werden. Marktbeobachter rechnen bei diesem Szenario mit sinkenden Kapazitäten im Luftverkehr.
Profiteur der Konsolidierung
Analysten von Bernstein und JPMorgan bewerten den möglichen Deal positiv für etablierte Airlines. Ein geringeres Angebot am Markt stützt oft das Preisniveau. Davon dürfte die Lufthansa direkt profitieren.
Außerdem besteht die Chance auf Zukäufe. Sollte Easyjet tatsächlich zerschlagen werden, rücken wertvolle Start- und Landerechte ins Visier. Das Streckennetz in London, Mailand oder Genf gilt als besonders attraktiv.
Kurs erreicht Jahreshoch
Das Papier der Lufthansa markierte am Montag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 10,10 Euro. Aktuell notiert der Kurs bei 10,06 Euro. Das entspricht einem Plus von 0,9 Prozent zum vorherigen Handelstag.
Seit Jahresbeginn legte der Titel bereits um knapp 18 Prozent zu. Mit einem RSI von 74,2 gilt die Aktie technisch jedoch als überkauft. Bernstein Research belässt das Kursziel derweil bei 7,90 Euro.
Bis zum 3. August 2026 muss Castlelake ein verbindliches Angebot vorlegen. Dann entscheidet sich, ob die Lufthansa aktiv in den Bieterstreit um die Landerechte einsteigt. Die kommende Konsolidierungswelle wird die Profitabilität der gesamten Branche maßgeblich prägen.
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