Ab heute können Passagiere der Lufthansa Group Tickets im neuen Economy-Basic-Tarif buchen — und stoßen dabei auf eine ungewohnte Einschränkung: Der Kabinenkoffer ist nicht mehr inklusive.
Jahrzehntelang gehörte Handgepäck zum Selbstverständnis von Netzwerkcarriern wie Lufthansa. Damit ist es nun vorbei. Im neuen Einstiegstarif darf nur noch ein kleiner persönlicher Gegenstand mit Maßen von maximal 40 × 30 × 15 Zentimetern kostenlos an Bord. Wer einen Kabinenkoffer oder Aufgabegepäck mitbringen will, zahlt Aufpreis — ab 15 Euro. Der Tarif ist weder umbuchbar noch erstattbar.
Vier Stufen statt zwei
Das Ziel ist eine stärkere Differenzierung. In der Economy Class stehen künftig vier Tarifoptionen zur Wahl. Der neue Basic-Tarif soll laut einem Unternehmenssprecher günstiger sein als der bisherige Economy-Light-Tarif. Dieser wiederum wird ab heute erstmals umbuchbar — allerdings gegen eine Gebühr.
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Alle sieben Gruppenairlines ziehen mit: Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Lufthansa City Airlines und Air Dolomiti führen die neue Struktur ein. Buchbar ist der Basic-Tarif ausschließlich über direkte Kanäle — die Konzernwebsites und NDC. Reisen sind ab dem 19. Mai möglich.
Vielflieger mit HON-Circle- oder Senator-Status bleiben verschont: Ihr Handgepäck ist weiterhin kostenlos, sofern sie bei der Buchung ihre Vielfliegernummer angeben.
EuGH-Urteil ohne unmittelbare Folgen
Die Tarifumstellung fällt in eine operativ herausfordernde Phase. Der Konzern hat angekündigt, bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge zu streichen — als Reaktion auf gestiegene Treibstoffkosten und Belastungen durch Arbeitskämpfe.
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Hinzu kommt ein juristisches Signal: Der Europäische Gerichtshof urteilte am 23. April, dass das Corona-Rettungspaket der Bundesregierung — eine Rekapitalisierung von 6 Milliarden Euro aus dem Jahr 2020 — nicht mit EU-Beihilferecht vereinbar war. Unmittelbare finanzielle Konsequenzen hat das Urteil nicht, da die Mittel längst zurückgezahlt wurden. Allerdings hat die EU-Kommission nach dem erstinstanzlichen Urteil 2024 eine neue Untersuchung zu den deutschen Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet — eine neue Entscheidung steht damit noch aus.
Die Aktie spiegelt das schwierige Umfeld wider. Mit rund 7,15 Euro notiert sie rund 25 Prozent unter ihrem Februarhoch von 9,50 Euro und hat seit Jahresbeginn mehr als 16 Prozent verloren.
Am 6. Mai veröffentlicht die Lufthansa Group ihren Zwischenbericht für das erste Quartal 2026 — dann wird klarer, wie stark Nachfrage und Preise unter den aktuellen Belastungen tatsächlich gelitten haben.
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