Die Lufthansa-Aktie legte am Donnerstag im XETRA-Handel um 2,85 Prozent auf 8,46 Euro zu – und das ausgerechnet in einem Moment, in dem die Airline ihren Flugbetrieb im Nahen Osten drastisch einschränkt. Von Donnerstag bis Montag werden sämtliche Flüge nach Tel Aviv und ins jordanische Amman nur noch als Tagflüge durchgeführt. Das bedeutet: Crews fliegen direkt zurück, ohne Übernachtung vor Ort. Vereinzelt fallen Flüge komplett aus.
Der Grund für diese Maßnahmen liegt in der sich verschärfenden Sicherheitslage. US-Präsident Donald Trump hatte die iranische Führung zuvor eindringlich vor einer brutalen Niederschlagung der Proteste im Land gewarnt – und dabei auch die Drohung eines militärischen Eingreifens aufrechterhalten. Medienberichte spekulierten sogar über einen möglichen US-Angriff auf den Iran in den kommenden Stunden.
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Luftraum-Umgehung auf unbestimmte Zeit
Die Lufthansa Group reagiert rigoros: Der iranische und der irakische Luftraum werden bis auf weiteres von allen Konzern-Airlines umflogen. Das betrifft nicht nur die Hauptmarke, sondern auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Betroffene Fluggäste sollen automatisch umgebucht und proaktiv kontaktiert werden. Alternativ können sie auf ein späteres Reisedatum ausweichen.
Die kurzfristige Entspannung – es gab bisher offenbar doch keine Hinrichtungen von Demonstranten, eine Forderung Trumps an das Mullah-Regime – beruhigt die Märkte nur oberflächlich. Die Unsicherheit bleibt bestehen, die operative Komplexität für Airlines steigt.
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Warum steigt die Aktie trotzdem?
Paradoxerweise profitiert die Lufthansa-Aktie von den fallenden Ölpreisen. Sowohl WTI als auch Brent gaben am Donnerstag um über 3 Prozent nach. Für Airlines wie Lufthansa ist das eine direkte Entlastung bei den Kerosinkosten – dem größten Einzelposten in der Kostenbasis. Der Sektor der Luftfahrtaktien zeigte sich europaweit stark: Air France-KLM gewann 1,2 Prozent.
Die Marktteilnehmer bewerten offenbar die Kostenentlastung höher als die operativen Risiken durch Flugstreichungen und Umwege. Zumindest kurzfristig scheint die Rechnung aufzugehen – solange die Lage im Nahen Osten nicht weiter eskaliert.
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