Lufthansa Aktie: Heimlicher Coup!

Lufthansa sichert sich mit einem neuen Tarifabschluss für die Tochter City Airlines langfristige Planungssicherheit im Kurzstreckengeschäft, während Streiks bei der Kernmarke den Betrieb lahmlegen.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Tarifvertrag mit Verdi bis 2029 für City Airlines
  • Starke Betriebsstörungen durch Ufo-Streiks bei Lufthansa
  • Kursgewinn von über 5 Prozent in der Woche
  • Strategische Neuausrichtung des Kurzstreckennetzes

Während hunderte Flüge der Kernmarke ausfallen und zehntausende Passagiere stranden, treibt das Management im Hintergrund den Konzernumbau voran. Ein neuer Tarifvertrag für die günstige Tochtergesellschaft City Airlines markiert einen strategischen Meilenstein. Die Einigung schwächt nicht nur die streikende Gewerkschaft Ufo, sondern sichert auch das geplante Wachstum für den nahenden Sommerflugplan.

Langfristige Planungssicherheit im Kurzstreckennetz

Die Basis für diesen Schritt bildet ein weitreichender Abschluss mit der Gewerkschaft Verdi. Für das fliegende Personal der neu gegründeten Lufthansa City Airlines steigen die Grundgehälter in drei Stufen um 20 bis 35 Prozent. Wichtiger als die reinen Lohnsteigerungen ist für den Konzern allerdings die fixierte Laufzeit bis Ende März 2029.

Diese Ersttarifierung schafft langfristige Stabilität für den europäischen Kurzstreckenmarkt, der von einem extremen Preiswettbewerb geprägt ist. Die neue Tochtergesellschaft operiert mit deutlich niedrigeren Kostenstrukturen als die klassische Kernmarke und soll künftig einen wesentlichen Teil des Zubringerverkehrs übernehmen.

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Verhärtete Fronten bei der Muttergesellschaft

Der Kontrast zur aktuellen Lage bei der Hauptmarke könnte kaum größer sein. Ausgerechnet zum Ende der Osterferien legte die Kabinengewerkschaft Ufo weite Teile des Betriebs lahm. Mehr als 520 gestrichene Flüge und rund 90.000 betroffene Reisende verdeutlichen die Eskalation.

Ufo wirft dem Management vor, die alte Regionaltochter Cityline zugunsten der neuen City Airlines ausbluten zu lassen. Mit dem Verdi-Abschluss bei der neuen Tochter festigt der Konzern nun eine alternative Tarifstruktur, die als direkter Gegenpol zu den fordernden Spartengewerkschaften fungiert.

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Finanzielle Auswirkungen im Fokus

Am Kapitalmarkt wird diese strategische Weichenstellung positiv aufgenommen. Anleger honorieren die Fortschritte bei der Kostensenkung, was sich in einem Kursplus von 5,53 Prozent auf Wochensicht widerspiegelt. Zum Freitagsschlusskurs von 7,94 Euro notiert das Papier nun wieder in greifbarer Nähe zur vielbeachteten 200-Tage-Linie.

Konkrete Details zu den finanziellen Schäden der aktuellen Streikwelle wird das Management im Mai mit den Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegen. Wenig später, am 12. Mai, treffen sich die Anteilseigner zur ersten physischen Hauptversammlung seit Jahren. Dort wird der Vorstand darlegen, wie die neue Tarifarchitektur die Profitabilität des Gesamtkonzerns im kommenden Sommergeschäft stützen soll.

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Über Dieter Jaworski 2907 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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