Während hunderte Flüge der Kernmarke ausfallen und zehntausende Passagiere stranden, treibt das Management im Hintergrund den Konzernumbau voran. Ein neuer Tarifvertrag für die günstige Tochtergesellschaft City Airlines markiert einen strategischen Meilenstein. Die Einigung schwächt nicht nur die streikende Gewerkschaft Ufo, sondern sichert auch das geplante Wachstum für den nahenden Sommerflugplan.
Langfristige Planungssicherheit im Kurzstreckennetz
Die Basis für diesen Schritt bildet ein weitreichender Abschluss mit der Gewerkschaft Verdi. Für das fliegende Personal der neu gegründeten Lufthansa City Airlines steigen die Grundgehälter in drei Stufen um 20 bis 35 Prozent. Wichtiger als die reinen Lohnsteigerungen ist für den Konzern allerdings die fixierte Laufzeit bis Ende März 2029.
Diese Ersttarifierung schafft langfristige Stabilität für den europäischen Kurzstreckenmarkt, der von einem extremen Preiswettbewerb geprägt ist. Die neue Tochtergesellschaft operiert mit deutlich niedrigeren Kostenstrukturen als die klassische Kernmarke und soll künftig einen wesentlichen Teil des Zubringerverkehrs übernehmen.
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Verhärtete Fronten bei der Muttergesellschaft
Der Kontrast zur aktuellen Lage bei der Hauptmarke könnte kaum größer sein. Ausgerechnet zum Ende der Osterferien legte die Kabinengewerkschaft Ufo weite Teile des Betriebs lahm. Mehr als 520 gestrichene Flüge und rund 90.000 betroffene Reisende verdeutlichen die Eskalation.
Ufo wirft dem Management vor, die alte Regionaltochter Cityline zugunsten der neuen City Airlines ausbluten zu lassen. Mit dem Verdi-Abschluss bei der neuen Tochter festigt der Konzern nun eine alternative Tarifstruktur, die als direkter Gegenpol zu den fordernden Spartengewerkschaften fungiert.
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Finanzielle Auswirkungen im Fokus
Am Kapitalmarkt wird diese strategische Weichenstellung positiv aufgenommen. Anleger honorieren die Fortschritte bei der Kostensenkung, was sich in einem Kursplus von 5,53 Prozent auf Wochensicht widerspiegelt. Zum Freitagsschlusskurs von 7,94 Euro notiert das Papier nun wieder in greifbarer Nähe zur vielbeachteten 200-Tage-Linie.
Konkrete Details zu den finanziellen Schäden der aktuellen Streikwelle wird das Management im Mai mit den Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegen. Wenig später, am 12. Mai, treffen sich die Anteilseigner zur ersten physischen Hauptversammlung seit Jahren. Dort wird der Vorstand darlegen, wie die neue Tarifarchitektur die Profitabilität des Gesamtkonzerns im kommenden Sommergeschäft stützen soll.
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