Lufthansa Aktie: IATA-Schock trifft Kurs

Die Lufthansa-Aktie leidet unter einer halbierten IATA-Branchenprognose und neuen Nahost-Spannungen, die die Ölpreise treiben.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • IATA kappt Gewinnausblick für 2026
  • Neue Raketenangriffe zwischen Israel und Iran
  • Steigende Kerosinkosten belasten Airlines
  • Lufthansa-Kurs fällt zeitweise um 2,4 Prozent

Gleich zwei Belastungsfaktoren trafen die Lufthansa-Aktie zum Wochenauftakt: Eine drastisch gesenkte Branchengewinnprognose und eine neue militärische Eskalation zwischen Israel und dem Iran sorgten am Montagmorgen für Kursdruck.

IATA kappt Erwartungen fast halbiert

Der Luftfahrtverband IATA hat seine Gewinnprognose für die gesamte Branche für 2026 von ursprünglich 41 Milliarden Dollar auf rund 23 Milliarden Dollar zusammengestrichen. Zum Vergleich: 2025 hatten die Fluglinien weltweit noch rund 45 Milliarden Dollar verdient. Als Ursachen nannte die IATA höhere Kerosinpreise sowie ein gesunkenes Passagieraufkommen — beides direkte Folgen des Iran-Kriegs.

Das trifft Lufthansa zum ungünstigsten Zeitpunkt. Steigende Treibstoffkosten gelten für die Airlines derzeit als das zentrale Ertragsrisiko, und ein anhaltend hoher Ölpreis würde die Margen weiter unter Druck setzen.

Nahost-Eskalation verschärft die Lage

Parallel dazu eskalierte die Lage in Nahost erneut: Israel und der Iran beschossen sich gegenseitig mit Raketen — das erste Mal seit der im April vereinbarten Waffenruhe. Die Ölpreise reagierten prompt mit deutlichen Aufschlägen.

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Kein Wunder, dass Anleger nervös reagierten. Die Lufthansa-Aktie verlor zeitweise rund 2,4 Prozent auf 8,23 Euro, dämmte die Verluste im Tagesverlauf aber wieder ein. Branchenkollegen wie Ryanair und Air France-KLM verzeichneten ähnliche Bewegungen.

München-Zwischenfall folgenlos

Ein weiteres Thema des Morgens blieb ohne größere Konsequenzen: Am Sonntagabend hatte ein Brandalarm den Tower des Münchner Flughafens — einem der beiden Lufthansa-Drehkreuze — für rund zwei Stunden lahmgelegt. Rund 40 Flüge wurden umgeleitet oder annulliert. Am Montag lief der Betrieb laut Flughafenangaben wieder normal an, mit knapp 1.000 geplanten Flugbewegungen.

Der eigentliche Belastungstest für Lufthansa bleibt die geopolitische Großwetterlage. Sollte der Konflikt im Nahen Osten weiter schwelen und die Ölpreise hochhalten, dürfte die IATA-Prognosekorrektur erst der Anfang einer Neubewertung der Branchengewinne sein — mit direkten Auswirkungen auf Lufthansas Jahresziele.

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