100 Jahre Luftfahrtgeschichte, Festakte mit Bundeskanzler, Sonderflüge auf historischen Routen — und trotzdem notiert die Aktie knapp 18 Prozent unter ihrem Februar-Hoch. Das Jubiläumsjahr 2026 offenbart einen klaren Riss zwischen Symbolik und Substanz.
Feiern auf der einen, Gegenwind auf der anderen Seite
Am 6. April 1926 starteten die ersten Linienflüge der „Luft Hansa“ von Berlin aus. Genau ein Jahrhundert später ließ der Konzern zwei Jubiläumsmaschinen — eine Boeing 787-9 und ein Airbus A350-900 — in spezieller Lackierung abheben. Am Mittwoch folgte der offizielle Festakt in Frankfurt, bei dem Bundeskanzler Friedrich Merz sprach und das neue Konferenz- und Besucherzentrum „Hangar One“ eröffnet wurde.
Das Kursbild erzählt eine andere Geschichte. Mit 7,76 Euro liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 9 Prozent im Minus und notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,30 Euro.
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Kerosin, Umwege, Margendruck
Der operative Gegenwind ist konkret. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten zwingen Airlines zu weiträumigen Umfliegungen — das kostet Zeit und vor allem Treibstoff. Obwohl Lufthansa Teile des Kerosinbedarfs über Hedging abgesichert hat, belasten steigende Spotpreise die Margen im laufenden Quartal spürbar.
Hinzu kommen Ertragsrisiken im Asiengeschäft. Mehrere Analystenhäuser haben ihre Kursziele bereits nach unten korrigiert und verweisen auf sinkende Durchschnittserlöse auf der Langstrecke. Der Konsens zweifelt daran, ob die Kapazitätsausweitungen in diesem Umfeld profitabel bleiben.
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Günstige Bewertung, aber kein Selbstläufer
Auf dem Papier wirkt die Bewertung moderat: Das erwartete KGV für 2026 liegt bei rund 7 bis 7,5, die geschätzte Dividendenrendite bei über 4 Prozent. Das klingt attraktiv — setzt aber voraus, dass das angestrebte Gewinnwachstum tatsächlich eintrifft.
Für das Geschäftsjahr 2025 wies die Gruppe einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von rund zwei Milliarden Euro aus. Das laufende Effizienzprogramm soll bis Ende 2026 Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro liefern — ein wichtiger Hebel, um die Kostenbasis gegenüber internationalen Wettbewerbern zu verbessern.
Die Hauptversammlung am 12. Mai 2026 wird der erste offizielle Prüfstein sein: Dann dürfte das Management Farbe bekennen, wie stark die gestiegenen Betriebskosten das erste Quartal belastet haben — und ob die Jahresziele noch stehen.
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