Die Lufthansa blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Geschichte zurück. Doch anstatt diese Rekorde an der Börse zu feiern, reagieren Anleger zurückhaltend auf die Zahlen. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und drohende Streiks werfen einen Schatten auf die Bilanz und dämpfen die Euphorie am Markt erheblich.
Höchster Umsatz der Unternehmensgeschichte
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete der Luftfahrtkonzern einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent und gleichzeitig ein historischer Höchstwert. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) kletterte um ein Viertel auf zwei Milliarden Euro. Besonders die Kernmarke Lufthansa Airlines sowie die Sparten Cargo und Technik trieben dieses Wachstum an.
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Auch die Integration der italienischen Tochter ITA Airways zahlt sich operativ bereits aus. Im ersten vollen Jahr als Konzerntochter steuerte die Airline 90 Millionen Euro zum positiven Ergebnis bei. Aktionäre sollen von dieser fundamentalen Stärke durch eine um zehn Prozent angehobene Dividende von 0,33 Euro je Anteilsschein profitieren.
Geopolitik und Streikgefahr belasten
Warum spiegelt der Aktienkurs diese operativen Erfolge derzeit nicht wider? Die Antwort liegt in den wachsenden externen Unsicherheiten. Eskalierende Spannungen im Nahen Osten zwingen den Konzern seit Ende Februar zu weitreichenden Flugstreichungen. Die Aussetzung von Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut oder Amman sowie teure Umwege auf asiatischen Langstreckenrouten treiben den Treibstoffverbrauch in die Höhe und belasten das gesamte Netzwerk.
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Gleichzeitig braut sich intern Ärger zusammen: Bei der Regionaltochter CityLine haben die Piloten mit überwältigender Mehrheit für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Ein Streik würde den wichtigen Zubringerverkehr an den Drehkreuzen Frankfurt und München empfindlich stören. Diese kombinierten Risiken erklären die jüngste Schwäche der Papiere. Trotz eines heutigen Kursanstiegs auf 8,16 Euro verzeichnet der Titel auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von über 14 Prozent und notiert spürbar unter der 50-Tage-Linie.
Ausblick auf das laufende Jahr
Für 2026 gibt sich das Management grundsätzlich optimistisch und erwartet weitere Verbesserungen bei Umsatz und Marge. Das laufende Turnaround-Programm soll in diesem Jahr einen positiven Bruttoergebniseffekt von rund 1,5 Milliarden Euro erzielen. Zudem treibt der Konzern die Flottenmodernisierung zügig voran, wobei im Schnitt wöchentlich ein neues Flugzeug ausgeliefert wird. Ob sich die operativen Fortschritte auch dauerhaft in einer positiven Kursentwicklung niederschlagen, hängt nun primär von einer Stabilisierung der geopolitischen Lage und einer zeitnahen Tarifeinigung bei der CityLine ab.
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